Eilantrag abgelehnt

Kein Kitaplatz für 18 Monate altes Kind

Frannkfurt - Einen Kitaplatz in der Nähe ihres Hauses haben Eltern in Frankfurt nicht einklagen können. Zuvor hatten sie Vorschläge von der Stadt abgelehnt, weil die Kitas nicht zu Fuß erreichbar waren.

In Frankfurt sind Eltern damit gescheitert, per Eilantrag einen wohnortnahen Kitaplatz für ihr 18 Monate altes Kind einzuklagen. Die Stadt müsse den geforderten ganztägigen Betreuungsplatz nicht bereitstellen, entschied das Verwaltungsgericht Frankfurt laut Mitteilung von heute. Das Paar hatte unter anderem einen Kita-Platz abgelehnt, weil die Einrichtung zu Fuß nicht erreichbar sei. Auch zwei von der Stadt angebotene Tagespflegeplätze kamen für die Eltern nicht infrage.

Sie hatten dem Gericht zufolge seit Dezember 2012 vergeblich versucht, in zwölf Einrichtungen freier Träger einen Platz für ihr Kind zu finden. Im Juli meldeten sie dann den Bedarf bei der Stadt Frankfurt an, kurz bevor im August der Rechtsanspruch für einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei in Kraft trat.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Das Gericht lehnte den Antrag ab, da "im vorliegenden Fall insbesondere eine Eilbedürftigkeit für eine vorläufige Regelung nicht glaubhaft gemacht worden sei". Es sei nicht nachvollziehbar, warum die angebotenen Plätze nicht annehmbar seien. So hätten "täglich tausende von Passagieren auch mit Kinderwagen und Kleinkindern" einen halbstündigen Weg per Nahverkehr zu bewältigen. Die Verwaltungsrichter äußerten sich aber nicht zur Frage, ob Eltern ein Wahlrecht zwischen Kita und Tagespflege zusteht. dpa

Quelle: op-online.de

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