Verzögerungen beim Brückenschlag

Mainbrücken-Manöver erst morgen beendet?

Frankfurt - Die Positionierung der Mainbrücke wird möglicherweise erst morgen beendet sein, weil das Manöver  einen Tag länger dauert. Im Laufe des heutigen Tages kam es zu weiteren Verzögerungen.

Brückenschlag in Frankfurt

Drei Tage dauert die Ausrichtung der neuen Mainbrücke. Die richtige Positionierung ist Millimeterarbeit.

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Die „Fahrt" der neuen Mainbrücke auf dem Fluss hat sich heute weiter verzögert. Der Stahlkoloss konnte am Nachmittag noch immer nicht komplett ins Wasser geschoben und zu seinem endgültigen Standort „verschifft" werden. „Der Zeitaufwand wurde von der ausführenden Firma maßlos unterschätzt. Die Vorbereitungen und das Umbauen des zweiten Pontons ziehen sich hin", sagte Peter Kowalski vom Amt für Straßenbau und Erschließung in deutlichen Worten. Er könne keine Prognose mehr dazu abgeben, ob die Brücke noch heute auf dem Fluss zu ihrem endgültigen Ziel schwimmen werde - zumal sie dort auf jeden Fall bei Tageslicht abgesetzt werden müsse. Nach Angaben der Stadt wird die Brücke erst am Donnerstag „aufgesetzt".

Der am Montag begonnene Brückenschlag zieht sich damit weiter in die Länge. Bereits am ersten Tag war es zu Verzögerungen gekommen, weil zur Sicherheit mehr Stützgerüste an die Brücke angeschweißt werden mussten als zunächst geplant. Gestern wurde die Aktion am Osthafen wegen drohender Gewitter in der Nacht gestoppt. „Dabei ging es aber wirklich nur um die Unwetterwarnung", sagte Kowalski. Nun aber ziehe sich das Umbauen länger hin als gedacht.

Bilder vom Brückenschlag

Brückenschlag in Frankfurt

Die seit Monaten geplante Sperrung des Mains sollte eigentlich bis Mittwoch um 12 Uhr dauern und war nach der Gewitterwarnung um zehn Stunden - bis 22 Uhr - verlängert worden. „Aber das wird wohl nicht zu halten sein", sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamts in Aschaffenburg, Stephan Momper, bereits am frühen Nachmittag. Und tatsächlich wurde die Sperrung kurz darauf bis 12 Uhr am Donnerstag verlängert. Er habe bereits die ersten Beschwerdeanrufe von Schifffahrtsunternehmen bekommen, die bei einem Tag Verzögerung leicht 1000 Euro Verlust pro Schiff machten, berichtete Momper.

Trotz des erheblichen Zeitverzugs fanden sich auch am dritten Tag viele Schaulustige am Mainufer ein. Liegestühle, Tische und Bänke standen bereit, um den langsamen Fortgang der Aktion ganz entspannt und mit viel Langmut zu beobachten. Befahrbar ist die 175 Meter lange Brücke ohnehin erst in rund einem Jahr.

dpa

Quelle: op-online.de

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