Autobahn 66

Vier Kinder aus brennendem Auto gerettet

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Mit dem Feuerlöscher aus dem Fahrzeug der Jugendfeuerwehr schlug einer der Retter die Autoscheiben ein.

Frankfurt - Ein 45-jähriger Jogger und Ersthelfer der Jugendfeuerwehr Praunheim haben gestern Nachmittag, gegen 15.15 Uhr, auf der Autobahn 66 Richtung Wiesbaden vier eingeschlossene Kinder aus einem brennenden VW Sharan gerettet.

Wie die Polizei berichtet, war die 37-jährige Fahrerin des Autos mit ihren vier Kindern (5, 8, 11 und 13 Jahre) auf der A66 in Richtung Wiesbaden unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Höchst und Zeilsheim bemerkte die Frau ein Ruckeln im Fahrzeug und fuhr nach rechts auf den Seitenstreifen. Um Hilfe zu holen, stieg sie aus und lief zu einer Notrufsäule.

Währenddessen drang plötzlich dichter Qualm aus dem Motorraum ins Fahrzeug und das Auto fing Feuer. Ein Kurzschluss blockierte die Zentralverriegelung, sodass die Kinder eingeschlossen waren.

Mit Feuerlöscher Scheiben eingeschlagen

Mitarbeiter der Jugendfeuerwehr Praunheim, die mit einem Privatfahrzeug auf der A66 in gleicher Richtung unterwegs waren, bemerkten den Brand und hielten an, um zu helfen. Ein 45-jähriger Mann, der im selben Moment zufällig neben der Autobahn vorbeijoggte, hatte das brennende Fahrzeug ebenfalls gesehen.

Geistesgegenwärtig holte er sich einen Feuerlöscher aus dem Fahrzeug der Jugendfeuerwehr und schlug damit die Scheiben des VWs ein. Mit Unterstützung der Jugendfeuerwehr konnten die Kinder aus dem mittlerweile völlig verqualmten Fahrzeug befreit werden. Das Auto brannte völlig aus.

Mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus

Zwei der vier Kinder erlitten eine Rauchgasvergiftung und mussten in ein Krankenhaus verbracht werden, ebenso wie zwei Ersthelfer der Jugendfeuerwehr. Die beiden anderen Kinder blieben unverletzt. Der 45-jährige Zeuge verletzte sich bei seiner Rettungsaktion leicht am Handgelenk.

Die Autobahn musste für die Zeit der Unfallaufnahme bis auf eine Spur gesperrt werden. Warum das Fahrzeug Feuer fing, muss ein Gutachten klären.

kat

Quelle: op-online.de

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