Baubeginn im nächsten Jahr

Vier Türme auf Areal der Deutschen Bank

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Das Turmquartett steht auf dem Dreieck zwischen Neue Mainzer Straße auf der linken Seite, Großer Gallusstraße auf der rechten Seite und der Junghofstraße hinter dem Ensemble.

Frankfurt -  Die Frankfurter Innenstadt, speziell der westliche Teil davon, verändert sich in rasantem Tempo. Jetzt steht die Gestaltung des ehemaligen Deutsche-Bank-Areals zwischen Neue Mainzer, Junghof- und Großer Gallusstraße zumindest grob fest. Von Michael Eschenauer

Eine Jury prämierte den Entwurf des Amsterdamer Architekturbüros UN Studio als Sieger des städtebaulichen Ideenwettbewerbs für das Filetstück des Frankfurter Bankenviertels. Im vergangenen Jahr hatte die Deutsche Bank das Grundstück an den Projektentwickler Groß&Partner verkauft. Entstehen sollen hier vier, durch einen Sockel verbundene Türme mit Höhen von 228,170, 130 und 100 Metern. Die genaue Gestaltung der Gebäude steht noch nicht fest. Hierfür ist ein Realisierungswettbewerb geplant. Die Bauarbeiten sollen schon im nächsten Jahr beginnen. Das Großprojekt steht unter der Leitidee „Belebung der Innenstadt“. So sollen insgesamt 600 Wohnungen entstehen und viele bislang unzugängliche Bereiche des Areals durch neue Wege für Passanten geöffnet werden.

Kritiker bemängeln die extrem hohe Verdichtung der Baumassen und die absehbaren Höchstmieten. So wächst die auf dem Grundstück zulässige Bruttogeschossfläche von 155.000 auf 210.000 Quadratmeter. Die übliche Vorgabe des schwarz-grünen Magistrats für Bauherren, nach der mindestens ein Drittel der Wohnungen öffentlich gefördert, also preisgünstig, sein muss, wurde hier nicht durchgesetzt. In dem Hochhaussockel sind Einzelhandel, Gastronomie und ein Supermarkt vorgesehen. In dem Viertel sollen 1000 Menschen leben und 3000 wohnen.

Eindrucksvolle Bilder der Frankfurter Skyline

Quelle: op-online.de

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