Wenn der Viren-Supergau droht

Frankfurt (ale) - Plötzliches, hohes Fieber, Atembeschwerden, Heiserkeit, Husten und Halsschmerzen. Eine Infektion mit dem SARS-Virus überlebt kaum jemand - die Medizin ist praktisch machtlos.

Gut also, dass es bei dem Krankentransport von der Uniklinik Marburg in die in Frankfurt nur um eine Übung handelte - und keinen Ernstfall. Die Uni-Kliniken haben geprobt, was im Fall einer Infektion zu tun ist.

Das Szenario: Ein Mitarbeiter des Hochsicherheitslabors in Marburg meldet den Kollegen auf den Lahnbergen, er sei krank. Die Symptome deuten auf eine Infektion mit dem Ebola-Virus hin - Fieber, Schüttelfrost, Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfe und äußeren und inneren Blutungen.

Direkt in die Sonderisolierstation

Wie im Fall des SARS-Virus gibt es keine Medikamente oder Impfungen; 50 bis 80 Prozent der Erkrankten sterben. Grund genug, die Spezialisten in Frankfurt zu alarmieren. Um die Mittagszeit erreicht der „Infizierte“ Patient im Intensiv-Transporter die Frankfurter Uniklinik und wird direkt in die Sonderisolierstation gebracht.

Das Hochsicherheitslabor der Virologie der Universität Marburg hat zusammen mit dem Kompetenzzentrum für hochansteckende, lebensbedrohliche Erkrankungen Hessen und Rheinland-Pfalz (HKLE) die Übung zum Schutz der Bevölkerung organisiert. Geübt werden Alarmierungswege, notwendige Absperrmaßnahmen, Schutzausrüstung, Transport des Patienten und die Ermittlung möglicher Kontaktpersonen und der (wahrscheinlichen) Infektionsquelle.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © op-online.de

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