Im Visier von „Vroniplag“

Frankfurt (mic) - Die private Frankfurt School of Finance & Management muss Plagiatsvorwürfen gegen einen ihrer Absolventen nachgehen. Die Sprecherin der Hochschule, Angelika Werner, bestätigte gestern einen entsprechenden Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

Frankfurt (mic) Die private Frankfurt School of Finance & Management muss Plagiatsvorwürfen gegen einen ihrer Absolventen nachgehen. Die Sprecherin der Hochschule, Angelika Werner, bestätigte gestern einen entsprechenden Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Demzufolge haben die Analysten der Internetplattform „Vroniplag“ für das im Jahre 2007 publizierte wissenschaftliche Werk einen Anteil abgeschriebener Passagen von fast einem Viertel ermittelt. Laut Werner verhält sich der Beschuldigte kooperativ bei der Ermittlung. Man habe angesichts eines „soliden Anfangsverdachts“ sofort eine Kommission gebildet, die den Vorwürfen zügig nachgehen werde. „Allerdings bitten wir um etwas Geduld, da eine detaillierte und genaue Untersuchung Zeit braucht“, so Werner.

Laut FAZ handelt es sich bei der 380 Seiten starken Doktorarbeit um das Werk eines 37 Jahre alten Unternehmensberaters. Die Hochschule setzt bei dem Fall auf eine offene Haltung den Vorwürfen gegenüber. In dem Blatt bestreitet der unter Verdacht stehende Absolvent die Vorwürfe, sichert aber ebenfalls Unterstützung bei der Aufklärung zu. Die FAZ erwähnt in einem Beitrag grundsätzliche Zweifel an der „Güte des Promotionsprogrammes“, das Promotionsrecht der Schule stehe noch „auf tönernen Füßen“. Im Jahre 2010 habe ihr der Wissenschaftsrat die Anerkennung verweigert, weil eine angemessene Betreuung der Doktoranden nicht gesichert gewesen sei. Das Land Hessen habe das Promotionsrecht dennoch befristet verlängert. Die Hochschulleitung beteuert, dass es in diesem Bereich Verbesserungen gegeben habe.

Quelle: op-online.de

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