Gefahr für Anwohner

Giftiges Nitrobenzol aus Chemiebetrieb ausgetreten

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Frankfurt - Aus einer Chemieanlage im Frankfurter Industriepark Höchst ist heute giftiges Nitrobenzol entwichen. Die Substanz ist bei Hautkontakt und beim Einatmen giftig.

Der Stoffaustritt sei nach einer guten halben Stunde gestoppt worden, sagte ein Sprecher der Frankfurter Berufsfeuerwehr. Messungen außerhalb des Werksgeländes hätten keine Gesundheitsgefahren ergeben. Niemand wurde nach ersten Informationen verletzt.

Die gasförmige Substanz - ein Grundstoff für die Herstellung von Autolack - riecht stark und ist bei Hautkontakt, beim Einatmen und Verschlucken giftig sowie wasser- und umweltgefährdend. Außerdem steht der Stoff im Verdacht, krebserzeugend zu sein.

Wolke in Richtung der Stadtteile Höchst und Unterliederbach

Eine Wolke sei in Richtung der Stadtteile Höchst und Unterliederbach gezogen, sagte ein Sprecher des Industrieparkbetreibers Infraserv. Vorsorglich wurden Bewohner der beiden Stadtteile aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben und Fenster und Türen geschlossen zu halten. Gegen 17.30 Uhr wurde Entwarnung gegeben.

Die Ursache für den Zwischenfall und die Menge des in die Umwelt gelangten Stoffs waren zunächst unbekannt. Infraserv sprach von einer "geringen Menge" Nitrobenzol. Die Werksfeuerwehr habe die ausgetretenen Stoffe mit einem Wasserschleier niedergeschlagen, das Wasser sei aufgefangen worden.

In der Umgebung hielten sich viele Passanten Hände oder Tücher vor das Gesicht. Die Polizei sperrte das Zentrum von Höchst ab, der Verkehr kam zum Erliegen. Der Bahnverkehr am Bahnhof Höchst wurde vorübergehend eingestellt.

Bilder vom Einsatzort

Chemieunfall im Industriepark Höchst

dpa

Quelle: op-online.de

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