Präsidentenwahl

Wahl in den USA: Parteien werben um Amerikaner in Hessen

Frankfurt/Gießen - Der Wahlkampf um das Weiße Haus ist längst auch in Hessen angekommen. Vor allem im Rhein-Main-Gebiet werben Ableger der beiden großen US-Parteien um die Gunst ihrer Landsleute.

Auf den Spuren von Barack Obama

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Thomas Leiser und Jim Black sammeln seit Monaten Spenden für den US-Wahlkampf - allerdings auf verschiedenen Seiten. Einfach ist das nicht, denn in Hessen wollen nur wenige direkt für die USA spenden, wie Leiser berichtet. Der 65-jährige Händler und Unternehmensberater ist Vorsitzender der Republicans Abroad in Deutschland. Anwalt Black (46) hat es leichter: Die Anhänger der Demokraten sind unter den Amerikanern in Hessen deutlich in der Mehrheit. Das räumt auch Leiser unumwunden ein.

Black ist bei den Democrats Abroad aktiv ist und hat auch die Initiative „Germany4Obama" gegründet. Bei einem von ihm organisierten Spendendinner in einem Frankfurter Restaurant für US-Präsident Barack Obama wurden die rund 30 Gäste um eine Spende von je 75 US-Dollar gebeten. „Die Einnahmen reichen aus, um einen Mitarbeiter eines lokalen Wahlkampfbüros in den USA einen Monat lang zu finanzieren", sagt Black.

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Etwa 15.000 Menschen in Hessen haben dem Statistischen Landesamt in Wiesbaden zufolge einen amerikanischen Pass. Rund 13.800 von ihnen sind über 18 Jahre alt und damit wahlberechtigt. Hinzu kommen die Soldaten, Zivilangestellten und Familienangehörigen der US-Garnison in Wiesbaden. Dort leben etwa 11.500 US-Bürger, wie eine Sprecherin der Garnison sagt.

Republicans und Democrats Abroad eint das Ziel, ihre Landsleute im Ausland für die Präsidentschaftswahl zu mobilisieren. Dazu helfen sie auch bei der Registrierung in den einzelnen Heimatstaaten. Denn die Fristen und Kriterien dafür sind von US-Staat zu US-Staat unterschiedlich - und ohne Registrierung gibt es keinen Stimmzettel.

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Die Wahlnacht am Dienstag (6. November) werden Black und Leiser bei zentralen Partys erleben. Jim Black reist dafür extra von Frankfurt nach Berlin. Leiser, der in Gießen lebt, zieht es nach Frankfurt: Im English Theatre lädt US-Generalkonsul Kevin Milas seine Landsleute aus der Region zur Wahlparty. Leiser rechnet mit einer lange Nacht bis zur Entscheidung: „Ich werde nur Cola und Kaffee trinken, um wach zu bleiben". In einem sind sich der Obama-Fan Black und Romney-Unterstützer Leiser einig: Es wird spannend.

dpa

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Quelle: op-online.de

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