Nach Fälschungen

Wahlämter prüfen Kandidatenlisten der NPD

Wetzlar - Nach mutmaßlichen Unterschriftenfälschungen werden in Mittelhessen zwei NPD-Kandidatenlisten für die Kommunalwahl überprüft.

Die Stadt Wetzlar und der Lahn-Dill-Kreis wollen insgesamt 55 Kandidaten der rechtsextremen Partei anschreiben und abklären, ob sie sich tatsächlich haben aufstellen lassen. "Wir haben jetzt Anlass dazu", sagte Kreiswahlleiter Reinhard Strack-Schmalor heute. Für den kommenden Dienstag (2. Februar) hat er die Betroffenen zu einem Gespräch geladen.

Am Vortag war bekanntgeworden, dass es offenbar einen falschen Kandidaten gibt. Ein Mann hatte sich nach Angaben der Wahlleiter bei der Stadt Wetzlar gemeldet und angegeben, zwar auf der NPD-Liste für die Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung und zum Kreistag zu stehen - sich aber nie dafür gemeldet zu haben. Später habe ein anderer NPD-Kandidat zugegeben, die nötigen Unterschriften gefälscht zu haben. Das beschäftigt derzeit auch die Ermittler.

Die Wahllisten können nicht mehr geändert werden. Der Wahlausschuss müsse nach dem Urnengang am 6. März klären, wie mit den möglichen Stimmen für den vermeintlichen Kandidaten umgegangen werde. Die NPD hat derzeit zwei Sitze im Lahn-Dill-Kreistag. (dpa)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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