Die „wahre Lena“ kommt

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Sie pflegen den Weihnachtsmarkt als Imageträger für Frankfurt: Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU/rechts im Bild) und der Chef der Tourismus-Gesellschaft, Thomas Feda.

Frankfurt ‐ Der Frankfurter Weihnachtsmarkt 2010 wird eröffnet am Mittwoch, 24. November, um 17 Uhr von: Oberbürgermeisterin Petra Roth und Lena. Natürlich darf es im Falle der weltbekannten Bankenmetropole nicht irgendeine Kopie sein. Von Michael Eschenauer

Nein: Petra Roth ist die echte, die Original-Oberbürgermeisterin von Frankfurt. Und Lena ist diejenige Lena, die einst in Frankfurt ihre Ausbildung bei der Bundespost absolvierte, hier Gesangsunterricht nahm und dann Sängerin wurde. Ja, genau, man hat es geahnt! Lena Valaitis („Ein schöner Tag“) singt zur Eröffnung des vorfestlichen Treibens rund um den Römerberg. „Wir haben die wahre Lena“, freuten sich gestern Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) und der Chef der Tourismus & Congress GmbH, Thomas Feda, bei der Vorstellung des diesjährigen Programms. Bei der „Kopie“ Lena Meyer-Landrut hat man gar nicht erst angefragt. Vorher zu hören ist das „Kuhglocken-Duo Anita & Maik“.

200 Stände, erwartete drei Millionen Besucher, ein stattlicher Weihnachtsbaum mit 5000 LED-„Kerzen“, Kunsthandwerk, Maroni, Schwenkbraten, Bethmännchen und sogar „Dippe“. Langjährige Besucher werden keine Orientierungsprobleme haben.

Karl der Große hält einen Fußball

„Klar, man muss immer etwas Neues bieten, aber wir setzen auf Individualität, mittelständische Betriebe und Qualität“, stellte Frank fest. Der Frankfurter Weihnachtsmarkt laufe hervorragend, so dass man die Idee sogar international vermarkte. Warum also viel ändern? Neu ist in diesem Jahr immerhin das Design der Glühweintasse zu 2,50 Euro. Sie zeigt Karl den Großen, der einen Fußball hält, als Symbol der nahenden Frauenfußball-WM 2011. Es gibt einen speziellen Weihnachtsmarkt-Sonderstempel mit ähnlichem Motiv (Sendungen nimmt der Stand der Tourist-Info neben dem Weihnachtsbaum entgegen) und einen Weihnachtsmarkt-Rundgang mit Fremdenführer, Essen, Trinken, Karussellfahrt, Sehenswürdigkeiten und einem Blick vom Altan der Nikolaikirche. Der Beitrag von 9,90 Euro pro Person deckt nicht die Kosten. Man sehe das als Werbemaßnahme, so Feda. Der Frankfurter Weihnachtsmarkt zähle zu den schönsten weltweit und spiele mit München, Dresden und Nürnberg in einer Liga. Während andernorts die Marktbetreiber oft ihre „uniformierten“ Stände von der jeweiligen Kommune anmieten müssten, dürfe in Frankfurt jeder den eigenen Stand mitbringen. Das schaffe Unverwechselbarkeit.

Weitere Höhepunkte:

  • Jeden Freitag, Samstag und Sonntag um 17.10 Uhr Adventskonzerte auf der Römerberg-Bühne
  • Besuch des Nikolaus am 6. Dezember um 17.30 Uhr
  • Turmblasen von der Nikolaikirche samstags und mittwochs jeweils um 18 Uhr
  • Adventsliedersingen in Zusammenarbeit mit der katholischen und der evangelischen Kirche: Liebfrauenkirche vom 27. November bis zum 19. Dezember täglich um 19.30 Uhr
  • Frankfurter Stadtgeläut am 27. November um 16.30 Uhr und am 24. Dezember um 17 Uhr.
  • Weihnachtsmarkt der Künstler: täglich von 12 bis 20 Uhr in der Paulskirche (ab 24.11.) und in den Römerhallen (ab 3.12.).

Der Weihnachtsmarkt dauert bis 22. Dezember und findet auf Römerberg, Paulsplatz Liebfrauenberg und am Mainkai statt. Er ist montags bis samstags jeweils von 10 bis 21 Uhr und sonntags von 11 bis 21 Uhr geöffnet.

Quelle: op-online.de

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