Verkauf der städtischen Anteile am Flugplatz

Peter Walter im Februar vor Gericht

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Darmstadt - Weil er für die anwaltliche Beratung der Gemeinde Egelsbach beim Streit um den Verkauf der städtischen Anteile am Flugplatz 78.000 Euro aus der Kasse des Kreises eigenmächtig zugesagt und gezahlt haben soll, muss sich der ehemalige Landrat des Kreises Offenbach, Peter Walter (CDU), ab Februar vor dem Landgericht Darmstadt verantworten.

Die Anklage lautet auf Verdacht der Untreue. Die Hauptverhandlung ist für den 6. Februar angesetzt, der Prozess wird am 21. Februar fortgesetzt. Walter hatte bei der Kostenübernahme im Jahre 2009 nicht zuvor Beschlüsse der zuständigen Kreisgremien herbeigeführt.

Der Streit, in den die Anwälte eingriffen, drehte sich um den Verkauf von Anteilen der defizitären Hessischen Flugplatz GmbH, der Betreibergesellschaft des Flugplatzes Egelsbach, an die US-Firma Netjets. 79,6 Prozent der Anteile hielten die kreiseigene Kreisversorgungsbeteiligungsgesellschaft, die Stadtwerke Offenbach Holding und die Stadtwerke Langen. Sie verkauften. Auch Egelsbach wollte seinen Anteil von elf Prozent veräußern, wogegen sich eine Bürgerinitiative organisierte. Auch in Langen formierte sich Widerstand. Die Bürgerentscheide gegen den Verkauf waren am Ende erfolgreich, Beide Städte mussten ihre Anteile behalten. Wie berichtet, wird der Kreis auch gegen die beteiligte Anwaltskanzlei Schadenersatzansprüche geltend machen.

mic

Quelle: op-online.de

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