Wer waren die Grimms?

Frankfurt/Rhein-Main - Ihre 1812 erstmals erschienen „Kinder- und Hausmärchen“ wurden in unzählige Sprachen übersetzt und sind das auflagenstärkste Buch überhaupt - übertroffen nur von der Bibel. Die Germanisten Jacob und Wilhelm Grimm erlangten damit Weltruhm. Die in Hanau 1785 bzw. 1786 geborenen Brüder sind die berühmtesten Söhne der Stadt.

Sie entstammen einer alten Theologen- und Beamtenfamilie. Der Vater wurde wenige Jahre nach der Geburt der insgesamt vier Kinder als Justizamtmann nach Steinau versetzt. Jacob und Wilhelm besuchten das Lyceum Fridericianum in Kassel und studierten in Marburg. Jakob machte rasch Karriere im hessischen Staatsdienst, diplomatische Angelegenheiten führen ihn bis nach Paris und Wien. In der Folge arbeiteten beide Brüder in der Kasseler Bibliothek, ab 1830 an der Universität in Marburg, später wurden sie an die Akademie der Wissenschaften nach Berlin berufen.

Das wichtige Werke ist Grimms ist das „Deutsche Wörterbuch“, das bekannteste freilich die dreibändige Sammlung mit 210 Märchen. Die Brüder Grimm schrieben damit erstmals Geschichten auf, die zuvor über viele Generationen mündlich überliefert wurden.

Jacob Grimm trat auch politisch in Erscheinung, er war kurzzeitig Mitglied der Nationalversammlung in Frankfurt.

1859 starb Wilhelm Grimm, vier Jahre später sein älterer Bruder. Die Geburtsstadt Hanau hat 1896 zu Ehren von Jakob und Wilhelm Grimm ein Denkmal auf dem Marktplatz errichtet. Ein Pendant zum Hanauer Nationaldenkmal gibt es übrigens in Fernost. Ein Nachbau mit den Grimm-Skulpturen und dem historischen Hanauer Rathaus steht in einem Erlebnispark, dem „Glückskönigreich Kofuko“, in Obihiro auf Hokkaido.

Zum 200. Geburtstag von Jacob Grimm wurden 1985 die Hanauer Festspiele ins Leben gerufen.

Quelle: op-online.de

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