Mindestlohn und kürzere Arbeitszeiten

Warnstreik der Busfahrer in Hessen

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Frankfurt/Darmstadt - Wer heute mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kann sich auf Ärger einstellen: Viele Busfahrer legen heute die Arbeit nieder, um für bessere Arbeitsbedingungen zu protestieren.

Viele Menschen in Hessen warten heute vergeblich an der Haltestelle. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten im Busverkehr erneut zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung hat mit Beginn der Frühschicht den öffentlichen Nahverkehr in Frankfurt, Darmstadt, Marburg und Gelnhausen teilweise komplett lahmgelegt, wie ein Gewerkschaftssprecher heute mitteilte. Auch die Nachtbusse seien betroffen.

"94 Prozent der Busfahrer sind unserem Aufruf gefolgt", sagte Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel. Der Aufruf gilt für 1000 Beschäftigte in privaten Busbetrieben und städtischen Tochtergesellschaften sowie für die 130 Darmstädter Straßenbahnfahrer. Mit dem Warnstreik soll den Forderungen bei den Tarifverhandlungen Nachdruck verliehen werden, die am Freitag in Darmstadt fortgesetzt werden. Bereits am 10. Dezember gab es einen Warnstreik.

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Die Gewerkschaft verlangt für die rund 1200 Beschäftigten des privaten Busgewerbes einen Mindeststundenlohn von zwölf Euro (bislang 11,04 Euro), kürzere Arbeitszeiten und bessere Lenkzeitbestimmungen. Das Angebot des Landesverbandes Hessischer Busunternehmer (LHO), das bis Ende 2015 11,50 Euro verspreche, reiche nicht aus, erklärte Koppel. Die Busunternehmer kritisierten den kurzfristig anberaumten Warnstreik. Pendler und Schüler seien nicht rechtzeitig informiert worden.

Quelle: op-online.de

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