Dramatischen Folgen für Wirtschaftsstandort

Warnung vor Schlagloch-Katastrophe

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Offenbach - Wachsender Ärger über den Schlagloch-Rekord auf vielen Straßen: Wenn der Stadt das Geld fehlt, dann ist bei der Reparatur der Verkehrswege meist nur Flickschusterei möglich. Das bekommen viele Autofahrer im Rhein-Main-Gebiet derzeit zu spüren.

Autofahrerclubs und Unternehmen sind zunehmend alarmiert. „Geschieht jetzt nichts, steuern wir sehenden Auges in eine Art nationale Schlagloch-Katastrophe mit dramatischen Folgen für den Wirtschaftsstandort Deutschland“, warnt Wolfgang Rose, Vorsitzender des Autofahrerclubs ACE. „Entweder kriegen wir das Geld jetzt aus einer erweiterten Lkw-Maut sowie aus Bundes- und Landeshaushalten zusammen, oder wir geben milliardenschweres gesellschaftliches Eigentum weiter dem Verfall preis.“ Eine Pkw-Maut, wie sie der neue Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) anstrebt, werde nicht gebraucht. „Sie brächte nicht das zusätzlich benötigte Geld“, so Rose.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) in Frankfurt sieht bei einem zunehmenden Verschleiß der Verkehrsinfrastruktur die Wettbewerbsfähigkeit Hessens bedroht. „Weil für den Erhalt der Straßen nicht mehr genügende Finanzmittel bereitstehen, könnten auf Straßen und Schienen in wenigen Jahren unerwartete Engpässe entstehen“, sagte IHK-Geschäftsführer Alexander Theiss auf Anfrage unserer Zeitung. „Hessen braucht mehr Finanzmittel als manche andere Länder mit weniger Verkehr.“ Dies müsse in Berlin auch deutlich vorgebracht werden, „sonst droht der Zug bald an Hessen vorbeizufahren“. Eine Verteilung nach Länder-Quoten sei „kontraproduktiv“ „Die Mittel müssen dorthin fließen, wo der Bedarf am größten ist“, forderte Theiss.

psh

Quelle: op-online.de

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