Web-Design made in Offenbach

Offenbach - Etwas blass und wenig besucherfreundlich erscheint die Vereinsseite der Turngemeinde (TG) Hainhausen. Das Menü ist unübersichtlich, die Navigation umständlich. Doch die Tage, in der die Homepage bis auf eine Fülle von Informationen wenig zu bieten hat, sind gezählt. Schon bald wird sie quasi in neuem Glanz und in neuem Gewand erstrahlen. Von Jörn Polzin

Für die Rundumerneuerung zeichnen vier Schüler der Offenbacher August-Bebel-Schule verantwortlich, die im Rahmen des Projektes „Corporate Design“ dreieinhalb Monate an der Seite bastelten und gestern in 20-minütigen Bildervorträgen ihre Ergebnisse präsentierten.

Insgesamt nahmen 82 Schüler mit dem Schwerpunkt Gestaltungs- und Medientechnik an diesem Projekt teil und verteilten sich auf 27 Auftraggeber. „Die Arbeit in der freien Wirtschaft ist ein fester Bestandteil unseres Lehrplans“, erklärt Studiendirektor Rolf Wickler. Die Schüler könnten so das Gelernte in den Bereichen Web- Produktions- und Kommunikationsdesgin in der Praxis umsetzen.

Dabei war Eigenintiative gefragt, die Auftraggeber mussten selbst akquiriert werden. Das konnte der „Friseur von nebenan“ sein, ein Schönheitssalon, eine Fahrschule oder wie im Fall von Carina Huyngh, David Nicklas, Alexander Schlosser und Alexander Kilian der Internetauftritt der TG Hainhausen.

Zunächst widmete sich das Quartett jedoch dem „nicht mehr zeitgemäßen Logo“ des Vereins. „Das war ein längerer Prozess, ehe wir uns einig geworden sind“, sagt David Nicklas. Das neue Logo sei wesentlich dynamischer und beweglicher - also der Außendarstellung eines Sportvereins entsprechend

Auch bei den Piktogrammen setzten die Schüler auf Transparenz und Symbolgehalt. Bei der Anordnung der Sportarten regieren wie schon beim Logo die grünen Elemente. Aus der wenig benutzerfreundlichen Webseite ist eine übersichtliche und transparente Plattform geworden, die den User mit den wichtigsten Informationen rund um den Verein versorgt.

Da steckt eine Menge Arbeit und Energie dahinter. So etwas bekommt sonst nur eine Werbeagentur hin“, sagt der Direktor stolz. Begeistert vom neuen Auftritt im Netz ist auch der Vereinsvorstand. „Es war zunächst schwierig, alle Mitglieder von diesem Projekt zu überzeugen, aber wir haben die Arbeit vertrauensvoll in die Hände der Schüler gelegt und sie haben einen tollen Job gemacht“, sagt Vereinsvertreter Peter Theismann.

Doch nicht nur Online haben die Berufsschüler ganze Arbeit geleistet. Auch in puncto Raumverschönerung legten sie buchstäblich Hand an. Wie etwa Sonny Bujak, Dana Paprothka, Mirya Maier und Linda Fehrs, die den Kindergarten Sonnenwelle (Schöneck-Büdesheim) dekorativ aufpeppten. Unter dem Motto „Leben am Meer“, verwandelten sie den Eingangsbereich in eine kleine Meeresbucht inklusive Sand und Muscheln. Zudem wurden die Wände mit einem freundlicheren und helleren Anstrich versehen. Mit dem Ergebnis zeigte sich die Leiterin Christine Fitzner sehr zufrieden. „Der Eingangsbereich ist das Aushängeschild unserer Einrichtung und hat durch die Umgestaltung wieder an Wert gewonnen.

Übrigens: Die Berufsschüler sahen sich zuletzt einer Doppelbelastung ausgesetzt. Parallel zum Projekt, dass einen „Löwenanteil“ der Gesamtnote in der 13. Jahrgangsstufe ausmacht, bereiteten sie sich auf die Abiturprüfungen vor.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare