Kurze Atempause - dann regnet es weiter

Weihnachten war es wärmer

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Offenbach - Sonne und Temperaturen um 20 Grad: Der Wonnemonat Mai ist nach einem Wochenende mit kalten Temperaturen, viel Regen und etwas Schnee heute wenigstens kurz zu spüren.

„So schlimm kann das ja nicht bleiben“, sagte Meteorologe Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach (DWD) gestern. Die Temperaturen am Sonntag lagen verbreitet unter denen an Weihnachten 2012, in München sogar um fünf Grad. Wegen des miesen Maiwetters fürchten die Bauern um ihre Ernte, Gärtner heizen ihre Gewächshäuser und Gastronomen beklagen Umsatzverluste.

Wetterwechsel nicht in Sicht

„Die Wetterbesserung ist leider nur von kurzer Dauer, da bereits in den Abendstunden des Dienstag sich von Westen erneut ein Regengebiet nähert“, sagte Malewski zum Wetter der nächsten Tage. Ein grundlegender Wetterwechsel sei in den nächsten acht Tagen nicht in Sicht. „Es wird nur etwas wärmer: tagsüber 15 statt 10 Grad.“ Normalerweise seien Ende Mai in Deutschland durchaus bis zu 30 Grad möglich.

Das nasse Wetter macht vielen Landwirten Sorge: „Unsere Erdbeeren sind noch grün und weiß, weil die Sonne fehlt“, sagte Rolf Meinhardt, Erdbeerbauer und Vorsitzender des Arbeitskreises Spargel Südhessen. Statt der 150 Erdbeerpflücker, die Meinhardt sonst zur Hand gehen, benötige er derzeit lediglich 30. Auch beim Spargel sehe es nicht gut aus. „Momentan haben wir 25 bis 30 Prozent weniger Ertrag als im vergangenen Jahr“, sagte Meinhardt. Einige Kollegen und er verlängerten die Spargelsaison deshalb bis zum 30. Juni, statt wie üblich bereits eine Woche vorher am Johannistag den letzten Spargel zu stechen.

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dpa

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Quelle: op-online.de

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