„Weihnachtsamnestie“ - Zelltüren öffnen sich vorab für Häftlinge

Wiesbaden - Macht hoch die Zellen-Tür, die Gefängnis- Tor' macht weit: Schon Wochen vor Beginn der Adventszeit profitieren dutzende Häftlinge in Hessen von der sogenannten Weihnachtsamnestie.

169 Gefangene seien bereits entlassen worden, teilte das Justizministerium in Wiesbaden heute mit. 41 davon hatten in der JVA Frankfurt IV eingesessen, 28 in Darmstadt. Die Zahl könne noch steigen, erklärte eine Sprecherin. Im vergangenen Jahr hatten 170 Gefangene von der vorweihnachtliche Milde profitiert.

Der „Gnadenerweis aus Anlass des Weihnachtsfestes“ gilt für Häftlinge, deren reguläre Strafe zwischen dem 2. November und 5. Januar endet. Zudem müssen sie sich während ihrer Zeit hinter Gittern gut benommen haben und dürfen nicht gerade erst ins Gefängnis gekommen sein, wie die Sprecherin erklärte. Die Zelltüren öffnen sich auch nur dann vorab, wenn keine weitere Haftstrafe ansteht. In der Regel beantragten die zuständigen Anstalten die frühzeitige Entlassung. Im September diesen Jahres saßen 5202 Häftlinge in den hessischen Gefängnissen ein.

Weihnachten bei den Angehörigen

Ähnliche Regelungen für einen Gnadenakt gibt es in 14 von 16 Bundesländern. Die Justiz ermöglicht damit, dass die Gefangenen Weihnachten bei ihren Angehörigen feiern können - und vorher noch Zeit haben, um Geschenke zu besorgen.

dpa

Quelle: op-online.de

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