Handwerkertrick, Kettentrick oder falsche Polizeibeamte

Weiter Erfolg mit alten Tricks: Drei besonders dreiste Betrügereien

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Frankfurt - Ob Handwerkertrick, Kettentrick oder falsche Polizeibeamte, die Maschen dreister Diebe und Betrüger funktionieren noch immer.

Diese ernüchternde Diagnose traf gestern die Frankfurter Polizei - und stellte weiter fest, dass Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen weiter „schamlos ausgenutzt“ würden. Am Ende verlören die zumeist älteren Menschen oder Touristen nicht nur ihr Geld oder ihre Wertsachen, sie büßten auch nachhaltig das Vertrauen in ihre Mitmenschen ein. Anlass für diese Bilanz sind drei Trickdiebstähle, die sich im Laufe des Mittwochs in Frankfurt ereigneten. Einer davon mündete, so die Polizei, sogar in einen Raubüberfall. So gab sich im Stadtteil Hausen ein Täter als Heizungsableser aus und verschaffte sich um die Mittagszeit Zutritt zur Wohnung einer 80-Jährigen. Während der angebliche Ableser arbeitete, hielt sich sein Opfer in einem anderen Zimmer auf. Nachdem der Unbekannte wenig später die Wohnung wieder verlassen hatte, stellte die Seniorin fest, dass Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro fehlte. Auffällig war, dass sich zeitgleich eine Frau bei einer Nachbarin auf dieselbe Art und Weise Zutritt verschaffen wollte - allerdings vergeblich.

Knapp zwei Stunden später wurde in Eckenheim eine 79-Jährige, die an einer Bushaltestelle stand, Opfer dreister Krimineller. Aus einem Auto heraus wurde die Dame von einer Frau angesprochen und nach dem Weg in die Uni-Klinik gefragt. Die Seniorin lehnte sich etwas nach vorn und erklärte den Weg. Im Laufe der Begegnung wurde die alte Dame von der Täterin aus dem Fahrzeug heraus festgehalten. Dann riss die Frau, die als Südosteuropäerin beschrieben wird, der 79-Jährigen ihr Armband vom Handgelenk und flüchtete mit dem Auto, in dem vier Personen saßen.

Die wichtigsten Notruf-Nummern

Schließlich kam es am frühen Abend im Bahnhofsviertel zu einem Trickdiebstahl durch falsche Polizeibeamte. Ein 51 Jahre alter Tourist aus dem Irak wurde von drei Männern „kontrolliert“. Dabei händigte der Tourist den Tätern einen Umschlag mit über 2000 Euro Bargeld aus. Nachdem sie das Geld inspiziert hatten, steckten die falschen Polizisten es scheinbar zurück in das Kuvert und gaben es zurück. Erst in seinem Hotel merkte der 51-Jährige, dass er 21 000 weißrussische Rubel im Wert von 1,07 Euro zurückbekommen hatte. Die Polizei rät: Lassen Sie keine fremden Menschen in Ihre Wohnung. Nutzen Sie Gegensprechanlage, Türspion und Türkette. Lassen Sie nur Personen in die Wohnung, die Sie kennen oder bestellt haben. Lassen Sie sich den Ausweis der Person zeigen und prüfen Sie ihn sorgfältig. Rufen Sie im Zweifel die Polizei.

mic

Quelle: op-online.de

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