Weiter warten auf Riederwaldtunnel

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Baustelle in Vorbereitung. Mit schweren Rammen werden derzeit am künftigen Autobahndreieck Erlenbruch die Spundwände gesetzt. Sie sollen die Baustelle sichern, verschwinden aber später wieder. Unser Foto entstand nach Norden in Richtung Seckbach/Bornheim. Rechts sind die beiden Trassen der A 661 zu sehen. Sie werden später durch das Autobahndreieck hindurch verlaufen.

Frankfurt - Der Lückenschluss zwischen den beiden Autobahnen A 661 (Ostumgehung) und A 66 im Osten Frankfurts verzögert sich erneut. War ursprünglich die Fertigstellung des 320 Millionen Euro teuren Riederwaldtunnels für 2017/2018 geplant, wird es nun wohl bis Ende 2022 dauern. Von Michael Eschenauer

Diesen Termin nannte gestern der bei HessenMobil für das Projekt verantwortliche Dezernatsleiter Jürgen Semmler. Damit hätte die Verwirklichung des letzten großen Infrastrukturprojekts im Osten Frankfurts seit dem ersten Spatenstich 13 Jahre gedauert.

Gebaut wird derzeit ausschließlich an dem 25 Millionen Euro teuren Autobahndreieck Erlenbruch. Das Bauwerk reicht bis in eine Tiefe von 15 Metern und ragt etwa acht Meter über Bodenniveau hinaus. Es dient dazu, die Ostumgehung mit dem Riederwaldtunnel und damit mit der A 66 über eine Strecke von 2,2 Kilometer - 1100 Meter davon sind Tunnel - zu verbinden. Semmler und Planungsleiter Heiko Schmitt begründeten die erneute Verzögerung beim Bau der Röhre unter der Straße am Erlenbruch in der Nähe der Eissporthalle mit der aufwändigen Analyse der Boden- und Grundwasserverhältnisse. Auch suche man intensiv nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg. „Dies war ein Bombenabwurfgebiet“, so Schmitt. Zudem wird gegen das Großprojekt vielfach geklagt. Auch beim Dreieck Erlenbruch werde, so Semmler, nur das gebaut, was gegenwärtig nicht Gegenstand von Klagen sei. Fertig soll die dreistöckige Autobahnverbindung zum großen Teil bis 2017 sein. Dann werden wohl auch die Bagger für den Tunnelbau losrollen.

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In diesen Tagen werden rund um die Baustelle des Dreiecks Spundwände ins Erdreich getrieben. Sie sichern die Baugrube vor nachrutschenden Erdmassen und Grundwasser. Die relativ lauten Rammarbeiten will man in den nächsten Tagen beenden. „Bis Oktober wollen wir dann die Baugrube fertig haben und mit den Bauarbeiten am eigentlichen Dreieck beginnen“, sagte gestern Teamleiter Jürgen Hruschka. Die Spundwände wird man später abbauen und rund um die jeweils zweispurigen Auf- und Abfahrten fließende Geländeübergänge schaffen. Der Ausbau der A 661 auf bis zu acht Spuren in diesem Bereich wird 2017 beendet sein. Die A 661 hat sonst nach dem Ausbau je zwei Fahrspuren.

Brückenbau über A3

Quelle: op-online.de

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