FFH ist weiterhin Platzhirsch

Frankfurt Der hessische Radiomarkt bewegt sich kaum von der Stelle: Hit Radio FFH bleibt nach der neuesten Umfrage trotz leichter Verluste deutlicher Marktführer zwischen Kassel und dem Odenwald.

Der Privatsender wird pro Stunde von Montag bis Freitag von insgesamt 524.000 Menschen eingeschaltet. Das ist etwa ein Prozent (5000 Hörer) weniger als bei der letzten Erhebung im vergangenen März, wie aus der am Dienstag in Frankfurt veröffentlichten Media-Analyse hervorgeht.

Dahinter kommt die öffentlich-rechtliche Popwelle hr3 mit 364.000 Hörern, ein Verlust von 23.000 Nutzern. An dritter Stelle rangiert mit einer leichten Zunahme von 3000 Hörern weiterhin hr4 (321.000 Nutzer). Die Welle hr1 legt weiter zu und kommt nach 206.000 Hörern im März nun auf 216.000.

Rund 64.000 Menschen in Deutschland wurden in der repräsentativen Erhebung nach ihren Lieblingssendern befragt, darunter auch mehrere tausend in Hessen. Für die Sender ist die Untersuchung in zweierlei Hinsicht wichtig: Einmal werden aufgrund der Hörerzahlen die Preise für Werbespots festgelegt, die für die Privatsender die einzige Einnahmequelle sind. Zum anderen gibt die Erhebung auch Sendern ohne Werbung Aufschluss darüber, wie das Programm bei Hörern ankommt.

Planet Radio trotz Verlusten vorne

FFH-Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth betont vor allem die wichtige Rolle des Internets: „Es ist für Radio auch in Hessen ein echter ,Bringer’: das Web ist nach UKW das wichtige Übertragungsmedium für bestehende und neue Programme geworden“, sagte er. Es binde junge Hörer an die Programme und Facebook, es sei ein „blitzschnelles Feedback-Instrument“ und „die moderne Form der Postkarte von damals“. Unter den Jugendsendern aus Hessen bleibt der zum FFH-Konsortium (Bad Vilbel) gehörende Sender planet radio trotz eines erneuten Verlusts von diesmal 7000 Hörern mit insgesamt 118.000 Nutzern führend. Das öffentlich-rechtliche YouFM fängt sich nach deutlichen Verlusten im vergangenen Jahr erneut, kann seine Hörerschaft ausbauen und landet nach 54.000 Hörern im März nun bei 62 000. Radio BOB wird stündlich an Werktagen von 53.000 Menschen eingeschaltet.

„Der Hörfunk des Hessischen Rundfunks hat in einem insgesamt stabilen hessischen Radiomarkt auch diesmal wieder seine Spitzenposition behauptet“, sagte hr-Hörfunkdirektor Heinz Sommer zum Gesamtergebnis der der hr-Wellen. Vor allem das Abschneiden von hr-iNFO sei „Grund zu besonderer Freude“. Nach der neuen Umfrage erreicht das Programm 44.000 Hörer pro Stunde, das sind 37,5 Prozent mehr als im März.

Die Media-Analyse weist seit 1972 regelmäßig die Hörerzahlen der deutschen Radiosender aus. Darunter sind auch die privaten und öffentlich-rechtlichen Wellen aus Hessen. Die Analyse bezieht sich auf Hörer in der Stunde an Werktagen.

dpa

Quelle: op-online.de

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