„Weltgrößtes Cabrio“ läuft gut

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Die Commerzbank-Arena hat sich im Konkurrenzkampf der Großstadien gut behauptet. 35 Millionen Euro flossen vom Betreiber an die Stadt Frankfurt.

Frankfurt ‐ Das „größte Cabrio der Welt“ läuft wie geschmiert. Fünf Jahre ist die Commerzbank-Arena alt, gestern zogen die „Stadion Frankfurt Management GmbH“ (SFM) als Betreiber und die Stadt Frankfurt als Eigentümer eine zufriedenstellende Bilanz. Von Michael Eschenauer

180 Großveranstaltungen, davon 95 Eintracht-Spiele, sieben Millionen Besucher, davon 4,4 Millionen bei Begegnungen des Hauptnutzers Eintracht Frankfurt, 750 Firmen-Veranstaltungen und „Public Viewings“ in den Jahren 2006, 2008 und 2010 - „bei uns ist fast jeden Tag etwas los“, berichtete SFM-Chef Patrik Meyer. Berühmte Namen schmücken die Geschichte des am 15. Juni 2005 mit dem Spiel Deutschland - Australien des Confederations Cup eröffnete Stadion, dessen Kapazität bei bis zu 51.500 Zuschauern liegt. Von Herbert Grönemeyer, den Rolling Stones, Genesis, Bon Novi, Celine Dion, Madonna, Depeche Mode und Bruce Springsteen bis zu den Zeugen Jehovas, dem Dalai Lama oder der IG Metall reicht die Liste der Mieter. „Die Commerzbank-Arena hat sich etabliert. Die Stars der nationalen und internationalen Musik-Szene kommen gerne und wir haben einen festen Platz in jedem Tournee-Kalender“, so Meyer.

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Hinzu kommen in der Fünf-Jahres-Bilanz große Fußballspiele. Als Beispiel nannte Meyer gestern unter anderem das Finale des FIFA Confederations Cup Brasilien-Argentinien, die FIFA WM 2006, hier unter anderem das Viertelfinale Brasilien - Frankreich, das Finale des UEFA Womens Cup 2008, den Türkischen Super Cup 2006 Besiktas Istanbul - Galatasaray Istanbul und das Frauen-Länderspiel Deutschland - Brasilien mit über 44.000 Gästen.

Die Commerzbank-Arena, deren Bau 188,5 Millionen Euro gekostet hat, befindet sich im Besitz Frankfurts. Die Hälfte der Baukosten soll durch die Pacht erwirtschaftet werden. Sowohl Betreiber Meyer als auch Lothar Schäfer, Geschäftsführer der städtischen Sportpark Stadion Frankfurt Gesellschaft für Projektentwicklung (SSF) zeigten sich zufrieden mit dem Geschäftsverlauf. Betreiber FSM zahlte bisher 35 Millionen Euro Pacht an die SSF beziehungsweise an die Stadt Frankfurt und liegt damit drei Millionen über den Planungen. Die Arena mit einem festen Team von 40 Mitarbeitern - an Spieltagen arbeiten hier 2000 Menschen - gilt als Stadion mit den meisten Veranstaltungen in Deutschland. Das Interesse an der Management-Konstruktion sei international, so Schäfer.

Quelle: op-online.de

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