Am 9. Juli im Frankfurter Stadion

Weltrekord-Versuch mit 10.000 Musikern geplant

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Die Frankfurter Arena im Stadtwald soll Schauplatz des Weltrekordes werden.

Frankfurt - Das weltweit größte Orchester soll im kommenden Jahr in der Frankfurter Arena spielen. Die Veranstalter wollen bis zu 10.000 Musiker zusammenbringen. Von Carsten Müller

Freude schöner Götterfunken: Beethovens Neunte erklang heute in der Frankfurter Commerzbank- Arena, wo Mitte nächsten Jahres ein Weltrekord aufgestellt werden soll. Rund 10.000 Musiker sollen dort das größte Orchester der Welt bilden. Die musikalische Vorlage lieferte ein siebenköpfiges Ensemble der Neuen Philharmonie Frankfurt in einer VIP-Loge der Haupttribüne. Das in Offenbach ansässige Profi-Orchester ist am 9. Juli 2016 ebenfalls mit von der Partie, und zwar beim konzertanten Abschluss mit Yvonne Catterfeld, Johannes Oerding, Daniel Wirtz und anderen nach dem dann hoffentlich geglückten Weltrekordversuch. Die Aktion „Wir füllen das Stadion“ geht auf eine Idee von Jens Illemann zurück. 

Der in einer Feuerwehrkapelle musizierende Lehrer vermisste eine Veranstaltung, die Musiker deutschlandweit verbindet. Er putzte Klinken bei Stadionbetreibern und Konzertveranstaltern und wurde schließlich in Hamburg fündig: Gemeinsam mit Dieter Schubert, Geschäftsführer von a.s.s. concert & promotion, bemühte er sich um einen Termin im Volksparkstadion, der sich aber immer weiter hinauszögerte und schließlich zerschlug. Anlässlich der Frankfurter Musikmesse wendete sich das Blatt. „Als Musikstadt fühlten wir uns berufen“, erläuterte Patrik Meyer, Geschäftsführer der Stadion Frankfurt Betreibergesellschaft, der nicht lange fackelte und zugriff, auch weil er überzeugt ist, „dass dieser Rekord in eines der Top-Musikländer gehört“. Bislang hält ihn die australische Stadt Brisbane, wo 2013 7 224 Musiker aufspielten. 

Immerhin gibt es in Deutschland rund sieben Millionen Menschen, die organisiert musizieren - in Posaunenchören, Musikvereinen, Blas- und Sinfonieorchestern. Folglich spricht die Initiative sowohl geübte Laienmusiker als auch Profis der Gattungen Streichinstrumente, Holzbläser, Blechbläser und Schlagwerk an. Die Literaturauswahl spiegelt den generationenübergreifenden Crossover-Gedanken der Veranstaltung. Unter der Leitung des „Echo Klassik“-Preisträgers Wolf Kerschek will man neben Auszügen aus Beethovens und Dvoraks Neunten Sinfonien das Titelthema aus dem Musical „Starlight Express“ sowie John Miles’ unverwüstliches „Music Was My First Love“ in eigens angefertigten Arrangements anstimmen. Noten stehen nach Anmeldung zum Download bereit. Die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro, Eintrittskarten für Besucher gibt es ab 19 Euro. Die Tickets haben den Charakter einer Tageskarte, denn der Weltrekordversuch soll als „Tag der Musik“ gefeiert werden, mit einer Musikmeile vor dem Stadion mit Instrumentenschau, Streetfood und Live-Musik.

dpa

Quelle: op-online.de

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