Wieder Behinderungen durch Lokführerstreiks

Frankfurt/Rhein-Main - Zum zweiten Mal in dieser Woche müssen sich Bahnfahrer heute Vormittag auf Zugausfälle und Verspätungen einrichten. Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) hat ihre Mitglieder erneut zu Warnstreiks aufgerufen.

Regionale Schwerpunkte sind dieses Mal das Rhein-Main-Gebiet, Stuttgart und Hamburg. Aber auch in anderen Teilen Deutschlands kann es durch ausgefallene oder verspätete Züge im Fernverkehr zu massiven Behinderungen kommen. Die Züge sollen in der Zeit zwischen 8.30 bis 11.30 Uhr stillstehen - eine Stunde länger als bei der ersten Warnstreikwelle am Dienstag.

Der Stellvertretende GDL-Chef Norbert Quitter betonte, es werde zu erheblichen Störungen im Nah- und Fernverkehr kommen. Die Deutsche Bahn kündigte an, mehrere hundert zusätzliche Mitarbeiter einzusetzen, um die Folgen für die Reisenden so gering wie möglich zu halten. Verstärkt werde vor allem das Service-Personal an den Bahnhöfen und am Info-Telefon. Beim Zugausfällen oder Verspätungen wegen des Streiks könnten sich Reisende Fahrkarte und Reservierung kostenlos erstatten lassen.

Die GDL will einheitliche Tarifstandards für rund 26.000 Lokführer in der gesamten Bahnbranche durchsetzen. Ein Kernpunkt sind einheitliche Einkommen auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn (DB) auch bei privaten Konkurrenten, die teilweise derzeit noch bis zu 30 Prozent darunterliegen.

Quelle: op-online.de

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