Schneller zum Flughafen

„Hessenexpress“ von Wiesbaden zum Flughafen

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Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG (DB), Rüdiger Grube (links), und Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) stellen in Wiesbaden die Pläne für den „Hessenexpress“ vor.

Wiesbaden - Die Planungen für eine neue, deutlich schnellere Bahnverbindung zwischen Wiesbaden und dem Frankfurter Flughafen sollen 2016 beginnen.

Dies kündigten Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, gestern an. „Mit dem „Hessenexpress“ wird die dringend erforderliche Anbindung der Landeshauptstadt an den Flughafen-Fernbahnhof in 13 Minuten statt der bisherigen 34 Minuten geschaffen“, erklärte Al-Wazir. Die hessische Landesregierung hatte sich mit der Chefetage der Deutschen Bahn in Wiesbaden zum dritten „Bahngipfel“ getroffen. Vereinbart wurde unter anderem der zügige Ausbau des Knotenpunktes Frankfurt, wie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte.

Für den Schienenverkehr sei Hessen als „Land in der Mitte Deutschlands“ besonders wichtig. Jeder zweite Fernverkehrszug rolle durch Hessen, sagte Grube. Wann die schnellere Verbindung zwischen der Landeshauptstadt und dem Flughafen fertig ist - darüber wollte Al-Wazir keine Prognose abgeben. Allerdings sei der Bau der Strecke „kein Hexenwerk“. Diese sogenannte „Wallauer Spange“ ist Teil der geplanten Neubaustrecke von Frankfurt nach Mannheim. Nach den guten Erfahrungen mit einem Dialogverfahren bei der Aus- und Neubaustrecke Hanau-Würzburg/Fulda sollen auch bei der vorgesehenen künftigen Verbindung zwischen Rhein-Main und Rhein-Neckar alle Interessensgruppen frühzeitig einbezogen werden, sagte Al-Wazir. „Ziel ist es, die Planfeststellungsverfahren für die einzelnen Abschnitte ab 2017 einzuleiten.“

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Auch die Modernisierung der Bahnhöfe werde weitergehen. Nach den Worten des Verkehrsministers sollen bis 2025 nahezu alle Haltepunkte im Land stufenfrei erreichbar sein. Die Bahn müsse für jede Bevölkerungsgruppe gleichermaßen attraktiv sein, sagte Al-Wazir. „Dies gilt genauso für die steigende Anzahl älterer Menschen wie für Menschen mit Mobilitäts-Einschränkungen und beim Transport von Kinderwagen oder Gepäck.“

dpa

Quelle: op-online.de

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