RMV will von Bahn Geld zurück

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Mainz/Frankfurt - Die Nahverkehrspartner der Deutschen Bahn sind massiv verärgert wegen der Probleme am Mainzer Hauptbahnhof. mic

„Mir fehlt dafür jegliches Verständnis“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV), der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Der RMV pocht auf Entschädigung und will sich weigern zu zahlen.

Er habe in einem Brief an die DB Netz AG „deutliche Worte gefunden“, berichtete der Sprecher der RMV-Geschäftsführung, Knut Ringat. 45 000 RMV-Kunden nutzten den Mainzer Hauptbahnhof, 15000 seien von Zugausfällen und Umleitungen betroffen. Der RMV werde zudem Geld einbehalten, etwa Entgelte pro Halt oder Gebühren für die Durchleitung. „Alles, was im RMV nicht gefahren wird, wird nicht bezahlt“, sagte Ringat.“

Feldmann kündigte neue Angebote und Tarifstrukturen an. Konkret könnten auch Bewohner der Offenbacher Hafeninsel in den Genuss des stark verbilligten „Mietertickets“ kommen. Dabei handelt es sich um eine durch Geld des RMV und der Baugesellschaft ABG Frankfurt Holding deutlich günstigere Zeitkarte. Gespräche zu diesem Angebot für Hafeninsel-Mieter fänden derzeit statt, so Feldmann. Er zeigte sich erfreut darüber, dass auch die Reform der Tarifstruktur durch kleinere Gebietseinheiten und feinere Preisabstufungen vorankomme. Der Tarif soll gerechter werden, indem er sich stärker an den tatsächlichen Wegen orientiert. Der Aufsichtsratsvorsitzende nannte hier ausdrücklich auch den starken Tarifsprung zwischen Offenbach und Frankfurt. Erste Schritte einer Reform kündigte er für 2014 an.

Quelle: op-online.de

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