Ziel ist ein Zug jede Viertelstunde

RMV will den S-Bahn-Takt erhöhen

Der RMV baut aus und möchte den Takt bei den S-Bahnen weiter verdichten. Wie der Geschäftsführer des Verbundes, Knut Ringat, anlässlich der Eröffnung der neuen Mobilitätszentrale im Kreis Offenbach gestern in Dietzenbach ankündigte, wird man den Fahrgästen „perspektivisch“ einen Takt von 15 Minuten über den ganzen Tag und auf allen Linien anbieten. Wenn eine S-Bahn-Linie im 15-Minuten-Takt fährt, kann sie jede Stunde rund 5 000 Fahrgäste ans Ziel bringen.

 

Offenbach – In einem ersten Schritt ist die Ausweitung des 15-Minuten-Takts von fünf bis zehn Uhr vorgesehen. Hindernis bei der Ausweitung des 15-Minuten-Takts ist nach Angaben von Ringat noch der Personalmangel vor allem bei Lokführern bei der Bahn.

Derzeit fahren die S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet an Werktagen von 6 bis 9 und von 16 bis 19 Uhr alle Viertelstunde, bei einigen Linien wurde die Dauer des dichteren Linienverkehrs bereits ausgeweitet. So wird der S-Bahn-Fuhrpark im Rhein-Main-Gebiet nicht nur schrittweise durch 14 zusätzliche Fahrzeuge verstärkt, die Bahnen sind außerdem auf den Linien S1, S2, S5 und S6 abends eine Stunde länger, also bis 20 Uhr, im 15-Minuten-Takt unterwegs. Auf der am stärksten nachgefragten Linie S1 beginnt der 15- Minuten-Takt zwischen Frankfurt-Höchst und Offenbach Ost bereits mittags ab 13 Uhr.

Inzwischen werden auch bis zu 20 Prozent mehr Sitzplätze für die Linien RB58 (Frankfurt – Hanau – Aschaffenburg – Laufach) und RE59 (Frankfurt Flughafen – Hanau – Aschaffenburg) angeboten.

Angesichts wachsender Fahrgastzahlen sucht der Verkehrsverbund aber weiter nach Möglichkeiten für neue Angebote. So wird über weitere Schnellbusse, die hochfrequentierte S-Bahn-Linien entlasten könnten, nachgedacht. Dies gilt vor allem für die Verbindung von Frankfurt nach Wiesbaden. Eine RMV-Sprecherin betonte aber: „Die neuen Möglichkeiten müssen natürlich zeitlich attraktiv sein für die Fahrgäste.“

Archivbilder:

Neue S-Bahn in Frankfurt vorgestellt

Nützlich für RMV-Kunden wäre ein solches Angebot tatsächlich nur, wenn diese Schnellbusse nicht im Stau stecken bleiben. Der RMV lotet in diesem Zusammenhang weiter bei der Landesstraßenbehörde Hessen-Mobil aus, ob die Exklusivnutzung des Standstreifens auf der Autobahn 66 möglich ist. Offenbar gibt es zahlreiche Ideen beim Verkehrsverbund. Für die vom Regionalverband in die Diskussion gebrachte Seilbahn – zum Beispiel zwischen Offenbach und Frankfurt – zeigt sich Ringat offen. (mic/psh)

Neue Regeln bei 10-Minuten-Garantie:

Der RMV führt zum 31. März neue Regeln für seine 10-Minuten-Garantie ein – auch als Reaktion auf Betrugsversuche. Künftig könnten nur noch maximal drei Anträge auf erstattungsfähige Fahrten pro Tag gestellt werden, teilte das Unternehmen mit. Dies gelte auch bei Fällen höherer Gewalt, wie zum Beispiel Unwetter oder Streiks. Zudem könne künftig maximal ein Drittel des Gesamtpreises einer Zeitkarte über die Garantie zurückerstattet werden. Einzel- und Tageskarten sind von dieser Deckelung nicht betroffen. Die Erstattungsanträge für die 10-Minuten-Garantie können künftig auch vom Smartphone aus gestellt werden. (dpa)

Quelle: op-online.de

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