Wer G9 will, soll es bekommen

Heike Habermann ( SPD)

Wiesbaden - Die hessische SPD will ihre Bildungsexpertin Heike Habermann im Falle eines Wahlsiegs zur Kultusministerin machen. Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel stellte die SPD-Abgeordnete gestern in Wiesbaden als Mitglied seines Schattenkabinetts vor.

Die 58-jährige Diplompädagogin aus Offenbach sitzt seit 1999 im Landtag und ist seit zehn Jahren bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Nach Nancy Faeser für Inneres und Günter Rudolph für Verkehr hat Schäfer-Gümbel damit ein drittes Mitglied aus seiner Fraktion nominiert. Der Spitzenkandidat kündigte an, die Bildungspolitik werde eines der zentralen Themen im anstehenden Wahlkampf sein.

Lesen Sie dazu auch:

Welche Minister kommen bald aus Offenbach?

Schäfer-Gümbel bildet Schattenkabinett

Habermann sagte, ihr wichtigstes Ziel sei, mehr Ganztagsangebote zu schaffen und zu G 9 zurückzukehren. Alle Schüler, die dies wollten, sollten die Möglichkeit dazu erhalten. Sie verwahrte sich gegen Kritik, „von oben“ ein neues Schulsystem installieren zu wollen. „Wir setzen auf einen dialogorientierten Umgang und werden gemeinsam mit den Schulen und den Betroffenen über die Umsetzung und die Rahmenbedingungen für die Schulen sprechen.“

Versprochen - gebrochen: Die bekanntesten Wahllügen

Versprochen - gebrochen: Die bekanntesten Wahllügen

Doch selbst der Wunsch-Koalitionspartner der SPD nach der Landtagswahl am 22. September, die Grünen, warnten davor, Zwang auf die Schulen auszuüben und „wieder alles komplett umzukrempeln“. Wichtig sei, dass Friede einkehre und die Schulen verlässliche Perspektiven erhielten.

(dpa)

Quelle: op-online.de

Kommentare