Einschätzung von Experten

Windenergie kostet über 20 Milliarden

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Für das Ziel der Landesregierung, im Jahr 2050 den kompletten Stromverbrauch aus erneuerbaren Energien zu decken, seien laut Experten rund 4500 Windräder nötig.

Frankfurt - Mehr als 20 Milliarden Euro wird der Ausbau der Windenergie in Hessen nach Einschätzung von Experten kosten.

Für das Ziel der Landesregierung, im Jahr 2050 den kompletten Stromverbrauch aus erneuerbaren Energien zu decken, seien rund 4500 Windräder nötig, sagte Frank Matzen von der Beratungsfirma Ernst & Young der Nachrichtenagentur dpa. Die hessische Landschaft gelte als "Niedrigenergiestandort", deshalb seien höhere und damit teurere Masten nötig. Hinzu komme, dass viele Anlagen vermutlich im Wald errichtet werden müssten, denn gut 40 Prozent von Hessen seien bewaldet. Das allein bringe mehrere Probleme mit sich.

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Zwei Prozent der Landesfläche Hessens sollen nach den Plänen der Landesregierung für die Windräder reserviert werden. Bisher gibt es nach Auskunft des Umweltministeriums 710 Anlagen im Land, zusammen haben sie eine Leistung von 790 Megawatt.

Hessen bei Windenergie auf Platz 10 unter den Ländern

Nach einer Statistik der Unternehmensberatung Ernst & Young steht Hessen unter den Bundesländern auf Platz zehn bei der Windenergie. Spitzenreiter ist danach Niedersachsen mit einer installierten Kapazität von rund 7000 Megawatt Ende 2011, gefolgt von Brandenburg mit mehr als 4000 Megawatt. Auf Platz drei steht Sachsen-Anhalt mit knapp unter 4000 Megawatt. Danach folgen Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen.

Energiewende in Hessen: Biogas und Windräder

Windräder und Solarparks statt Atom-Meilern und Kohlekraft - kaum ein Thema ist im Grundsatz so wenig umstritten wie die Energiewende. Doch einige Bürger gehen inzwischen auf die Barrikaden gegen Windkraft und Biogas.

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dpa

Quelle: op-online.de

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