Gericht weist Klage ab

Wirbelschleppen-Prozess: Urteil gegen Flörsheim

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Frankfurt/Flörsheim/Kassel - Wegen der Schäden durch sogenannte Wirbelschleppen landender Flugzeuge will die Stadt Flörsheim Landungen schwerer Maschinen auf der Nordwest-Landebahn verbieten lassen. Vor Gericht kassiert die Stadt jedoch eine Niederlage.

Im Streit um Wirbelschleppen durch landende Flugzeuge am Frankfurter Flughafen hat die klagende Stadt Flörsheim eine Niederlage vor Gericht erlitten. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) lehnte heute in Kassel den Eilantrag der Flughafenkommune ab, Landungen schwerer Maschinen auf der Nordwest-Landebahn dauerhaft zu verbieten - oder zumindest solange, bis alle bedrohten Hausdächer gesichert sind. Wegen mehrerer erneuten Dachschäden war Flörsheim gegen den Flughafen-Betreiber Fraport vor Gericht gezogen.

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Bewohner und Kommunen führen diese Schäden auf Wirbelschleppen zurück, also auf Luftverwirbelungen hinter den einfliegenden Maschinen. Über Flörsheim steuern die Flugzeuge bei Ostwind die im Oktober 2011 eröffnete neue Landebahn an. Es gebe zwar viele Anhaltspunkte dafür, dass die Gefahr von Wirbelschleppen deutlich höher sei als angenommen, heißt es in der Entscheidung. Eine vom Land beschlossene Sicherung von mehreren Tausend Hausdächern mit speziellen Klammern trage dieser Gefahr aber Rechnung. Die "Dachklammerung" sei ein geeignetes und verhältnismäßiges Mittel, um den Gefahren zu begegnen. Erst ein Hauptverfahren solle klären, ob das betroffene Gebiet groß genug sei und welche Häuser die Klammern bekommen sollten.

(dpa)

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Quelle: op-online.de

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