WM-Fieber auf dem Flughafen

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Das WM-Fieber geht los.

Frankfurt ‐ Jetzt geht's los: Eine Woche vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft wehen schon die ersten schwarz-rot- goldenen Fähnchen an Autos und Fenstern. Kneipiers und Ordnungsämter bereiten sich auf Live-Übertragungen und Public-Viewing vor. Ganz klar: Hessen kommt langsam ins WM-Fieber. Von Marco Krefting (dpa)

Zu einer der ersten großen Feiern rund um das Ereignis lädt der Frankfurter Flughafen bereits an diesem Sonntag, wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit dem A 380 gen Süden startet. Ab 14 Uhr soll am größten deutschen Airport südafrikanisches Flair herrschen - mit Musik und landestypischer Kost.

Im Terminal 2 werden die ehemaligen Nationalspieler Mario Basler, Jürgen Grabowski und Dieter Müller sowie der Eintracht-Manager Heribert Bruchhagen erwartet. Zur angrenzenden Besucherterrasse haben Kinder bis 15 Jahre am Sonntag freien Eintritt - von dort aus kann gegen 20.30 Uhr die Fußballnationalmannschaft verabschiedet werden. Winkehände in den deutschen Nationalfarben werden gratis verteilt.

Fußballkaraoke

Für vielfältige Unterhaltung ist gesorgt: Beim Fußballsong-Karaoke können Fans eine CD von sich aufnehmen lassen. Außerdem soll „Der längste Glückwunschfilm der Welt“ gedreht werden: Jeder kann seine Wünsche an die Nationalelf in eine Kamera sprechen. Das Ergebnis soll auf der Internetplattform YouTube und auf den Fraport-Homepages zu sehen sein. Die Party endet um 22 Uhr.

Premieren-Langstrecken-Flug

Für die Lufthansa ist der Flug nach Südafrika eine Premiere auf der Langstrecke. Den regulären Einsatz beginnt der Super-Airbus „Frankfurt am Main“ mit seinen 526 Plätzen am 11. Juni auf der Strecke von Frankfurt nach Tokio.

Überhaupt wird die WM allerorten zum Event gemacht: Im Frankfurter Dialogmuseum darf anlässlich der Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ quasi blind auf eine Torwand geschossen werden. So kann die Blamage wenigstens niemand sehen - höchstens hören. Damit der Fan-Ansturm nicht zu groß wird, bittet das Museum um eine Anmeldung.

Für das richtige WM-Feeling rüsten viele hessische Städte zum Public Viewing. Nachdem die Deutschen ihre Feierkultur bereits 2006 und 2008 um dieses Open-Air-Event erfolgreich erweitert haben, ist in diesem Jahr wie berichtet auch Offenbach mit einer eigenen Aktion dabei.

Der Andrang vor den Großbildleinwänden dürfte enorm sein - denn die Reiseveranstalter haben nur einige hundert Tickets samt Reise verkauft. Zwar zeigten sich etwa Dertour in Frankfurt und Passion Southafrica in Darmstadt mit der Nachfrage zufrieden. Aber es sind immer noch Pakete buchbar - selbst für das Finale. Denn die meisten Fußballfreunde feiern lieber in heimischen Gefilden.

Quelle: op-online.de

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