Wohl keine Nullrunde

Obligatorische Preiserhöhung beim RMV droht

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Offenbach - Die Wellen schlagen hoch vor der morgigen Aufsichtsratssitzung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Es droht die obligatorische Preiserhöhung.

Hintergrund ist ein Appell des Verkehrsclubs VCD in Hessen an die Mitglieder des RMV-Gremiums, in diesem Jahr auf die obligatorischen Preiserhöhungen zu verzichten. Zum Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember hatte der Aufsichtsrat, in dem Vertreter der Kommunen sitzen, einen Anstieg von durchschnittlich fast 3,5 Prozent abgesegnet. Wie zu hören ist, soll es zwar eine Erhöhung geben, aber sie soll nicht so heftig ausfallen. Begründet hatte der VCD seine Forderung nach einer Nullrunde mit dem gerade beendeteten Bahnstreik und den bevorstehenden Sperrungen des Frankfurter City-Tunnels. Dadurch spare der RMV „mehrere Millionen Euro“ ein, so der VCD, schließlich müsse er für diese Zeiten keine Gebühren für Trassen- und Station-Nutzung bei der Bahn zahlen. „Voll bezahlen“ müssten dagegen trotz der Einschränkungen die Kunden, insbesondere die Nutzer von Zeitkarten und Jobtickets seien die Verlierer.

Der RMV konterte nun, von Einsparungen könne keine Rede sein. Durch die Tunnelsperrungen etwa seien Ersatzverkehre nötig, wie die Busverbindung von Offenbach zum Flughafen. Zudem seien mehr U- und Straßenbahnen im Einsatz und Dutzende Mitarbeiter verstärkten die Fahrgast-Informationen. Rückendeckung bekam der RMV von Bürgermeister Peter Schneider, der Offenbach im Aufsichtsrat vertritt. Zwar zeigte der Grüne Verständnis für den VCD, verwies aber auf die Unterfinanzierung des öffentlichen Nahverkehrs durch den Bund. Dadurch „werden allein im RMV bereits im nächsten Jahr 48 Millionen Euro zur Finanzierung der Verkehrsleistungen fehlen“.

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Quelle: op-online.de

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