Miet- und Kaufpreise in Frankfurt

Wohnen wird zum Luxus

Frankfurt - Miet- und Kaufpresie für Immobilien werden in Frankfurt immer teurer. Der heute vorgestellte Wohn-Preisspiegel des Immobilienverbandes IVD, in dem 390 Städte verglichen wurden, zeigt, dass die Mainmetropole zur Spitzengruppe gehört.

Egal ob Miete oder Kauf: Frankfurt ist ein teures Pflaster - Tendenz weiter steigend. Was Makler freut, dürfte viele Verbraucher ärgern: Im Vergleich der Immobilienpreise von 390 deutschen Städten zählt Hessens größte Stadt in allen Kategorien zur Spitzengruppe. Das geht aus dem am Dienstag in Frankfurt vorgestellten Wohn-Preisspiegel des Immobilienverbandes IVD hervor.

Bundesweit zogen die Preise für Eigentums- und Mietwohnungen binnen Jahresfrist demnach um 3,1 Prozent an. „Die Preissprünge sind ein klares Indiz dafür, dass sich die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage immer weiter öffnet", sagte Verbandspräsident Jens-Ulrich Kießling. Von einer Überhitzung sei der Markt aber noch weit entfernt.

1550 Euro für einen Quadratmeter

Wer sich in Frankfurt eine Eigentumswohnung mit mittlerem Wohnwert zulegen will, muss dem Verband zufolge derzeit mit einem Quadratmeterpreis von 1550 Euro kalkulieren. Teurer ist es in Hessen nur in Bad Homburg (1750 Euro pro Quadratmeter). Über dem Bundesschnitt von 998 Euro liegen auch Wiesbaden (1550), Darmstadt (1450), Fulda (1350) und Offenbach (1000). In Kassel dagegen kann man eine 100-Quadratmeterwohnung schon für 75.000 Euro bekommen. Davon können Münchner nur träumen, die für ein vergleichbares Objekt 285.000 Euro hinblättern müssen.

Für den Erwerb eines Einfamilienhauses mit etwa 125 Quadratmetern Wohnfläche werden im Bundesdurchschnitt laut Verband knapp 205.000 Euro fällig. Teuerstes Pflaster auch hier: München. In der bayerischen Landeshauptstadt kostet ein Haus mit mittlerem Wohnwert 645.000 Euro. Dafür könnten in Kassel vier Häuser erworben werden. In Bad Homburg müssen Käufer mit 500.000 Euro für ein Haus rechnen, in Frankfurt wie in Düsseldorf mit jeweils 410.000 Euro. Auch in Wiesbaden (390.000), Darmstadt (300.000) und Offenbach (230.000) liegen die Preise über dem Bundesschnitt.

Historisch niedrige Zinsen für Kredite

Die aktuell große Nachfrage nach Wohnraum - auch wegen historisch niedriger Zinsen für Kredite - bekommen auch Mieter zu spüren. „Die Neuvertragsmieten steigen langsam aber sicher weiter an in Deutschland", erklärte IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick. In Frankfurt - Hessens teuerstes Pflaster für Mieter - reicht die Spanne der Nettokaltmieten von 7,40 Euro bis 13,50 Euro je Quadratmeter.

Ähnlich hoch ist das Niveau der Mieten in der Landeshauptstadt Wiesbaden (6,50 bis 13,50) und in Bad Homburg (6,50 bis 11 Euro). Am unteren Ende: Kassel, wo im Altbau auch schon mal Kaltmieten von vier Euro pro Quadratmeter zu bekommen sind. Bundesweit liegt der Schnitt bei 5,14 Euro (Altbau) beziehungsweise 5,52 Euro (Neubau).

Quelle: op-online.de

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