Brüder mit Terrorpropaganda in Sozialen Netzwerken

Wohnungen von Syrern wegen Werbung für IS durchsucht

Frankfurt - In Sozialen Netzwerken sollen zwei Männer Terrorpropaganda gemacht haben. Einer von ihnen soll auch Behörden gedroht haben. Bei Durchsuchungen in Frankfurt stießen die Ermittler auf viel Bargeld und eine Waffe.

Wegen Propaganda für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sind die Wohnungen zweier syrischer Brüder in Frankfurt durchsucht worden. Ihnen werden unter anderem die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat beziehungsweise ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt heute mitteilte. Der ältere Bruder, ein 30-Jähriger, sei bereits im Februar 2015 mit einem gefälschten und vom IS erbeuteten Pass nach Deutschland eingereist und deshalb auch verurteilt worden. Er habe unter anderem in sozialen Netzwerken für den IS geworben und "in salafistischer Propagandamanier" Drohungen gegen deutsche Behörden ausgesprochen. Auch habe er die Terroranschläge in Paris gerechtfertigt, bei denen am 13. November 2015 insgesamt 130 Menschen starben.

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Sein 21-jähriger Bruder soll im Januar 2016 über soziale Netzwerke ein Bild von sich verbreitet haben, auf dem er mit einer Pistole in einem hochwertigen Fahrzeug seines Bruders posiert. Die Durchsuchungen fanden bereits am Dienstag in den frühen Morgenstunden statt. Im Einsatz waren der Mitteilung zufolge Spezialkräfte des Frankfurter Polizeipräsidiums. Entdeckt worden seien dabei unter anderem eine täuschend echt aussehende Softair-Waffe - vermutlich diejenige, die auf dem Foto des 21-Jährigen zu sehen war -, Speichermedien, Mobiltelefone und 14.000 Euro in bar. Das sichergestellte Material werden nun untersucht. Festnahmen gab es nach Angaben der Sprecherin der Staatsanwaltschaft nicht.

dpa

Quelle: op-online.de

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