Wohnungs-Design zum Wohlfühlen

Messe Heimtextil in Frankfurt startet mit mehr Ausstellern

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Frankfurt - Das Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden steht im Mittelpunkt der Frankfurter Messe Heimtextil, die seit gestern ihre Türen für Fachbesucher geöffnet hat. Von Sonja Thelen

Mit feinen Fingerspitzen streift Jessica Schwarz sacht über die geprägten Tapetenmuster. „Hier bekommt man so viel Inspiration“, sagt die Schauspielerin beim Rundgang durch den Themenpark der Heimtextil. Dieser ist das Trend-Herzstück der internationalen Leitmesse für Wohn- und Objekttextilien. Unter dem Oberbegriff „Well being 4.0“ (übersetzt „Wohlfühlen 4.0“) können die Besucher in vier „Kokons“ Textilien und Designprodukte zum Wohlfühlen entdecken, die sich etwa mit Farben und Aromen, Gastlichkeit oder Nachhaltigkeit befassen. Bis Freitag präsentieren 2 866 Aussteller (ein Plus von 143 gegenüber 2015) aus 69 Ländern das weltweit größte Angebot an textilen Produkten, Trends und Neuheiten.

Zur Auftaktpressekonferenz hatte die Messeleitung Jessica Schwarz als Ehrengast eingeladen. Denn sie ist nicht nur eine bekannte Schauspielerin, sondern mit ihrer Schwester Sandra in ihrer Heimatstadt Michelstadt im Odenwald Inhaberin des Boutiquehotels „die träumerei“. Dort ist sie durchaus während Drehpausen auch hinter der Rezeption anzutreffen. Daher stand Jessica Schwarz Pate für eine Studie zur Bedeutung textiler Einrichtung in der gehobenen Hotellerie, die im Auftrag der Messe erstellt und anlässlich der 45. Heimtextil veröffentlicht wurde. Demnach steht das Bett vor allem für die Hotels im Fokus. 84 Prozent der Hoteliers erachten die Bettwäsche für besonders wichtig. Für vier von fünf Hoteliers spielt auch die Matratze eine große Rolle. Auch für Jessica Schwarz: „Wenn ich in ein Hotel komme, werfe ich mich als erstes aufs Bett, um es zu testen.“ Bei der Ausstattung der fünf Zimmer im eigenen Hotel legten die Schwarz-Schwestern großen Wert auf die Bettwäsche und Matratzen.

Bald wird Jessica Schwarz wohl wieder gehörig stöbern gehen: Denn „die träumerei“ expandiert und wird ein zweites Haus in der Michelstädter Altstadt eröffnen. „Die Heimtextil kommt für mich genau zum richtigen Zeitpunkt“, meinte die Darstellerin amüsiert. Überhaupt gehe es der Heim- und Objekttextilbranche gut. Das verdeutlichte der Geschäftsführer der Messe Frankfurt, Detlef Braun. Das liege mit an der boomenden Bauwirtschaft. Neue Wohn- und Hotelgebäude müssten eingerichtet werden. Das schlage sich unter anderem in den Umsatzzahlen der Branche nieder.

Nicht nur praktisch, sondern schön: Die neuen Raumteiler

In Deutschland haben 700 Textil-Unternehmen einen Umsatz von elf Milliarden Euro erwirtschaftet - ein Plus von 2,7 Prozent für die Zeit von Januar bis Oktober 2015. Drei Milliarden Euro davon stammen aus dem Bereich Haustextilien, so Martin Auerbach, Geschäftsführer des Verbandes der Heimtextilien-Industrie: Die positive Entwicklung schlägt sich auf die Messe nieder: Ausstellerwachstum und eine Zunahme europäischer Unternehmen sind für den Messe-Chef ein positiver Auftakt in die Messesaison 2016. „Die hohe Nachfrage verdeutlicht unsere Position als wichtigster Branchentreffpunkt“, betonte Detlef Braun. Ein Wachstumssegment ist der Digitaldruck, wie Olaf Schmidt ausführte, Vice President Textiles & Textile Technologies. Zudem seien Möbel- und Dekostoffe am Boomen. Die Ausstellungsflächen seien wegen der steigenden Nachfrage erweitert worden. Fast verdoppelt habe sich auch das Matratzen-Angebot. Weiterhin im Fokus sei das Thema Nachhaltigkeit: Entsprechende Produkte würden vor allem vom Endverbraucher immer stärker nachgefragt.

Quelle: op-online.de

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