Wohnungsbesichtigung: so punkten Sie beim Vermieter

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Wer am Ende den Mietvertrag unterschreiben darf, entscheidet sich auf der Wohnungsbesichtigung.

Eine Wohnungsbesichtigung in beliebten Städten gleicht einem Vorstellungsgespräch: Viele Bewerber, wenig Zeit und ein Vermieter, den es von sich zu überzeugen gilt. Lesen Sie hier, wie Sie sich bei Eigentümern beliebt machen und am Ende den Mietvertrag unterschreiben.

Kontakt aufnehmen

Der erste Eindruck zählt. Und den verschafft sich der Vermieter in der Regel schon bei der Kontaktaufnahme – sei es per Telefon oder E-Mail. Zeigen Sie schon bei dieser Gelegenheit Höflichkeit, Respekt und gute Umgangsformen.

Sicherheiten vorweisen

Einer der wichtigsten Punkte für den Vermieter ist, dass am Monatsanfang die Miete pünktlich auf sein Konto überwiesen wird. Versichern Sie dem Eigentümer deshalb schon bei der Wohnungsbesichtigung, dass Sie sich die Kosten leisten können. Bringen Sie wichtige Unterlagen über das eigene Einkommen und Sicherheiten in einer Mappe mit. Sie sammeln Pluspunkte mit einem Gehaltsnachweis, einer Kopie Ihres Arbeitsvertrages oder einer Schufa Auskunft für den Vermieter. Seriös wirkt auch ein Beleg, der beweist, dass Sie keine Schulden bei Ihrem vorherigen Vermieter haben. Studenten oder Auszubildende nennen Ihre Eltern als Bürgen.

Auf Pünktlichkeit achten

Nicht nur das Einkommen ist ausschlaggebend dafür, ob Sie letztendlich die Wohnungsschlüssel in der Hand halten dürfen – auch ein Blick auf die Uhr hilft. Kurzfristige Absagen, Terminverschiebungen oder Verspätungen hinterlassen beim Vermieter einen schlechten Eindruck.

Gepflegtes Erscheinungsbild

Einige Vermieter sind eher konservativ eingestellt. Sie brauchen nicht gleich im Anzug oder Kostüm zur Wohnungsbesichtigung erscheinen. Verkleiden Sie sich nicht, sondern wählen Sie ein Outfit, indem Sie sich wohl fühlen und trotzdem seriös wirken. Achten Sie auch darauf, dass Tattoos und Piercings nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind.

Selbstauskunft geben

Spielen Sie bei der Wohnungsbesichtigung mit offenen Karten. Beantworten Sie Fragen zum Familienstand, zur Anzahl der Kinder oder zu größeren Haustieren wie Hund oder Katze ehrlich. Schummeln Sie bei Selbstauskunft, kann der Eigentümer den Mietvertrag nachträglich anfechten.

Erkundigt sich Ihr zukünftiger Vermieter nach Ihrer sexuellen Orientierung, Ihrer Gesundheit oder Ihrem Kinderwunsch, müssen Ihre Antworten nicht der Wahrheit entsprechen. Derartige Fragen sind nicht zulässig. Erzählen Sie dem Vermieter ruhig, was er hören will. Sie müssen nicht mit Konsequenzen rechnen.

Interesse signalisieren

Zeigen Sie, dass Sie sich für die Wohnung interessieren. Stellen Sie Fragen: Wo ist der Keller? Gibt es eine Bushaltestelle in der Nähe? In welcher Himmelsrichtung liegt der Balkon? Nach je mehr Details Sie sich erkundigen, desto ernster werden Sie vom Vermieter genommen.

Nicht lästern

Schimmel im Badezimmer oder Streit mit den Nachbarn: Halten Sie sich mit Details über die Missstände in Ihrer alten Wohnung zurück. Sie rufen beim Vermieter kein Mitleid hervor, sondern werfen die Frage auf, ob Sie vielleicht selbst zu der Situation beigetragen haben. Konzentrieren Sie sich also besser auf die neue Wohnung, als über die alte herzuziehen.

Quelle: op-online.de

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