In der Commerzbank-Arena

„World Club Dome“: Zwei Tage Elektrobeats

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Was in einem Elektro-Club an Programm in einem Jahr geboten wird, wollen die Veranstalter des „World Club Dome“ in 48 Stunden und auf 500.000 Quadratmeter packen.

Frankfurt - Wo schon Madonna, U2 und der Dalai Lama auftraten, werden bald Elektro-Fans aus der ganzen Welt eine gigantische Party feiern. Der „World Club Dome“ von BigCityBeats lockt vom 31. Mai bis zum 1. Juni Tausende Musikbegeisterte mit Elektrobeats in die Commerzbank-Arena. Von Christina Link

„Was in einem Elektro-Club in 365 Tagen stattfindet, wollen wir auf zwei Tage komprimieren“, sagt der Veranstalter von „World Club Dome“, Bernd Breiter. Im vergangenen Jahr hatte das Frankfurter Open-Air-Festival nur an einem Tag stattgefunden, schon damals kamen 25.000 Menschen in die Frankfurter Arena. Dieses Jahr wird sich der „größte Club der Welt“ auf eine halbe Million Quadratmeter Tanzfläche unter freiem Himmel ausdehnen und auch Bühnen rund um das Stadion bieten. 150 DJs aus 30 Ländern werden auf zwölf verschiedenen Floors ihre Musik präsentieren. Größen der Elektroszene wie David Guetta oder Tiesto sollen Tausende zum Tanzen und Feiern bringen.

Für den Frankfurter DJ Dag, der am Festivalsonntag auf dem „Dorian-Gray“-Floor auftreten wird, zeigt der „World Club Dome“ die inzwischen immense Popularität der Musikrichtungen Elektro und Techno: „Als ich als DJ anfing, waren die Begriffe Techno und House noch gar nicht geboren. Jetzt führt diese Musik schon zu einem solchen Mega-Event“, so Dag Lerner, alias DJ Dag. Nur ein Drittel der Besucher kommt laut Veranstalter in diesem Jahr aus der Region. Viele Gäste werden voraussichtlich aus Deutschland und der ganzen Welt anreisen. Am Festivalsamstag eröffnen die Pet Shop Boys, Pioniere der Elektro-Musik der 80er Jahre, gegen 16 Uhr das Festival. Das Konzert wird laut Veranstalter der einzige Deutschlandauftritt des britischen Elektropop-Duos im Jahr 2014 bleiben.

Am Sonntag können Besucher volle zwölf Stunden in der Arena feiern, unter anderem zu den Elektro-Klängen des mehrfachen Grammy-Gewinners David Guetta aus Frankreich. Ein abgetrenntes Festivalzelt soll den Besuchern ganz besondere Tanzerlebnisse bescheren. So werden die Gäste bei einer „Paint-Party“ von Neonsplash mit vielen Litern bunter Farbe bespritzt. Rund um die Arena werden kleinere Floors die verschiedenen Facetten der kommerziellen Elektro-Techno- und Drum’n’Bass-Szene ausbreiten. Dabei zeigen auch verschiedene Frankfurter Clubs wie Velvet, Gibson, Odeon, das Tanzhaus West oder das Travolta ein eigenes Programm. Auf dem „Tanzhaus West“-Floor wird der berühmte DJ Dr. Motte neben Alex Bau und Marleen Polakowski auftreten.

World Music Dome in der Commerzbank-Arena (2013)

World Music Dome in der Commerzbank-Arena

Da die Festivaltage jeweils um 23 Uhr enden, für die meisten Elektrofans zu dieser Uhrzeit jedoch ein gewöhnlicher Clubbesuch erst beginnt, können die Besucher im Anschluss an den Festivaltag in Frankfurter Clubs weiterfeiern. Mit einem Rabatt von 50 Prozent erhalten sie dort Zutritt und können, wie es sich für waschechte Elektro-Fans gehört, bis ins Morgengrauen durchtanzen.

Für die Stadt bietet das Festival eine Möglichkeit, Frankfurt den Besuchern aus aller Welt einmal anders zu präsentieren: „Frankfurt gilt eher als ernste Stadt der Banken. Wir werden mit diesem Event zeigen, dass Frankfurt eine Stadt der Kreativen ist, und man hier gut feiern kann“, sagte Wirtschaftsdezernent und Schirmherr der Veranstaltung Markus Frank (CDU) auf einer Pressekonferenz. Tickets können online unter www.bigcitybeats.de gekauft werden. Für zwei Tage kosten die Festivaltickets je nach Kategorie zwischen 69 und 199 Euro.

Quelle: op-online.de

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