Sondergruppe „Steg“ mit viel Arbeit

Zahlreiche neue Anzeigen wegen sexueller Nötigungen an Silvester

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Der Eiserne Steg in Frankfurt.

Frankfurt - Von Tag zu Tag nimmt die Zahl der Anzeigen zu: Mittlerweile zählt die Polizei schon 15 Fälle, in denen es in Frankfurt an Silvester zu sexuellen Nötigungen gekommen sein soll. 

Am 6. Januar machte die Frankfurter Polizei bekannt, dass es auch in der Mainmetropole an Silvester zu sexuellen Übergriffen auf Frauen gekommen ist. Waren es anfangs nur zwei Fälle, steigerte sich die Anzahl bis gestern auf sieben. Heute zieht die extra eingerichtete Sondergruppe „Steg“ erneut Bilanz: Demnach bearbeiten die Polizisten derzeit insgesamt 15 strafrechtlich relevante Fälle. Auch bei den neu hinzu gekommenen Vorkommnissen, soll Frauen von Unbekannten an die Brust oder das Gesäß gefasst worden sein. In einem Fall wurde auch ein Handy gestohlen. Nach wie vor konzentrieren sich die Tatorte auf den Bereich des Eisernen Stegs. Auch die Beschreibungen der Täter sind größtenteils sehr ähnlich. „Die Geschädigten sprechen von Männergruppen arabischer, beziehungsweise nordafrikanischer Herkunft“, so die Frankfurter Polizei.

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Noch in der Silvesternacht nahmen die Beamten zehn Männer im Alter zwischen 15 und 27 Jahren fest, die im Verdacht stehen, Taschen- oder Trickdiebstähle in Sachsenhausen und der Innenstadt begangen zu haben. Nach eingehender Prüfung steht nun fest, dass es sich bei den Festgenommenen um Flüchtlinge handelt. Sechs kamen im vergangenen Jahr, die anderen zwischen 2010 und 2014 nach Deutschland. Ein Tatverdächtiger befindet sich in Untersuchungshaft, vier wurden dem Jugendamt vorgeführt. Die anderen Täter sind nach den üblichen polizeilichen Maßnahmen wieder auf freiem Fuß.

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dani

Quelle: op-online.de

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