Marihuana im Wert von 18.000 Euro entrissen

Zehn Jahre für Mordversuch an Drogendealer

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Frankfurt - Ein Drogenhandel endet mit einer Verfolgungsjagd und einem Mordversuch auf den Dealer. Dafür wurde der 35-Jährige jetzt vom Frankfurter Landgericht zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt.

Weil er mit seinem Auto auf einen Drogendealer zugerast ist und diesen fast überfahren hat, ist ein 35 Jahre alter Mann am Freitag zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Frankfurter Landgericht sprach ihn des Mordversuchs, des Rauschgifthandels und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr schuldig. Die Tat hatte sich im Juli dieses Jahres in Eschborn (Main-Taunus-Kreis) ereignet. Der unbekannt gebliebene Drogenhändler hatte dem Angeklagten offenbar drei Tüten mit jeweils einem Kilogramm Marihuana, die eigentlich für 18.000 Euro den Besitzer wechseln sollten, gewaltsam entrissen.

Um sich wieder in den Besitz der Drogen zu bringen, fuhr der Mann mit voller Wucht auf den flüchtenden Dealer zu. Nachdem er das Auto jedoch an einen Baum gesetzt hatte, setzte er die Verfolgung zu Fuß fort. Es gelang ihm schließlich, dem Opfer das Rauschgift zu entreißen. Laut Urteil nahm der Angeklagte den Tod des Opfers billigend in Kauf. Mit der Tat sollte eine andere Straftat ermöglicht werden, sagte der Vorsitzende Richter zum Mordmerkmal. Vor Gericht hatte der Angeklagte die Tat bestritten. Zahlreiche Zeugen hatten jedoch kurz nach der Tat die Polizei benachrichtigt und auch vor Gericht die Version der Anklage bestätigt.

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dpa

Quelle: op-online.de

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