Varieté Da Capo in Darmstadt

Im Zelt des Lächelns

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Zum Abheben: Das russische Akrobatik-Duo La Brise Fotos:

Darmstadt „Immer nur lächeln und immer vergnügt“ - für diesen Gemütszustand braucht es in Darmstadt keine Operette von Franz Lehár und kein „Land des Lächelns“. Es genügt ein Zelt. Von Christian Riethmüller

In dem muss allerdings „Smile“ gegeben werden, das neue Programm des Dinner-Varietés Da Capo.

James Jungeli, Da-Capo-Produzent und Impresario, sollte nach der Premiere am Donnerstagabend in der neuen Zeltstadt auf dem Karolinenplatz allerdings darüber nachdenken, ob er die Show nicht noch von „Smile“ in „Laugh“ umbenennen will. So viele vergnügte Gesichter, über deren Wangen die Lachtränen kullern, wird man nicht in jedem Varieté-Programm finden. Nachgerade zum Brüllen geriet vor allem die Auftritte des Jongleurs und Komikers Steve Eleky. Der in Kassel geborene Spross einer traditionsreichen ungarischen Artistenfamilie tritt zwar im Schottenrock auf, geizt aber überhaupt nicht mit Späßen. Auf hinreißende Weise persifliert er die Tricks der Jongleure sowie der Zauberer und reißt dazu unentwegt Witze, über die er selbst so lachen muss, dass man sofort mit einstimmt.

Für ähnliches Vergnügen sorgten auch der früher beim Cirque du Soleil tätige „König der Taschendiebe“ Christian Lindemann, der seinen Opfern selbst Krawatten stibitzte, und der italienische Bauchredner Kevin Huesca, der mit derbem Humor zwei Premierenbesuchern allerhand Anzügliches in den Mund legte.

Zum Schießen: Komödiant Steve Eleky

Trotz dieses geballten Angriffs auf die Zwerchfelle der Gäste ist „Smile“ aber kein ausgewiesen clowneskes Programm. Dem sind die beeindruckenden Leistungen von Muskelpaketen wie den Rippel Brothers oder dem gleichfalls auf Hand-auf-Hand-Akrobatik spezialisierten Duo La Brise aus Russland vor, die mit Kraft, Geschmeidigkeit und Eleganz ebenso atemberaubende Kunststücke vorführten wie das russische Akrobaten-Trio Yarmoshko, das am federnden russischen Barren einen dreifachen Salto Mortale wagte. Der klappte tatsächlich beim zweiten Versuch und ließ deshalb fast die sehenswerten Darbietungen des Luftakrobaten Marco Noury, der vier Kunstturner-/Turmbauer von Golden Star, des Jongleurs Albert Arslanov oder die souveränen Gesangseinlagen von Barney ins Hintertreffen geraten. Spätestens beim großen Finale aller Künstler erinnerte man sich aber wieder sofort mit einem Lächeln an ihre Leistungen.

Den tosenden Applaus hatten sich aber nicht nur die Akrobaten verdient, sondern ebenso die Küchenmannschaft des Kelkheimer Caterers Kreativ catering & events. Unter Leitung von Küchenchef Vincenzo Neri wird in der Zeltküche ein drei- oder viergängiges, sehr empfehlenswertes Menü zubereitet, das vom Rüsselsheimer Sternekoch Thomas Macyszyn (Restaurant „Navette“) konzipiert worden ist und weit über dem Angebot steht, das bei anderen Dinner-Shows offeriert wird. Bei einem Preis von unter 50 Euro ist es obendrein auch noch günstiger. Die Menüs können zusätzlich zur Eintrittskarte gebucht werden.

‹ Die Da-Capo-Show „Smile“ ist bis 31. Dezember im Tippodrom auf dem Karolinenplatz in Darmstadt zu sehen. Informationen zu den vielen Angeboten sowie Tickets unter der Rufnummer 06151 6604880 und unter www.dacapo-variete.de

Quelle: op-online.de

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