Und im Zentrum steht „Kap Europa“

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Rechts vorne ist die Baustelle des Skyline-Plaza, in der Bildmitte die Hochhaus-Baustelle zu erkennen.

Frankfurt - Ungefähr 10.000 Menschen sollen einmal in dem Viertel wohnen und bis zu dreimal so viele dort arbeiten, sagt Mark Gellert vom Planungsdezernat der Stadt. Das Investitionsvolumen beziffert er auf einige Milliarden Euro. Von Ira Schaible

Herzstück des Europaviertels ist das Einkaufs- und Gastronomiezentrum „Skyline Plaza“ - dessen Richtfest im November gefeiert werden soll. Daneben entsteht in Regie der Messegesellschaft das Kongresszentrum „Kap Europa“. Den Eingang zu dem rund 90 Hektar großen Wohn-, Gewerbe- und Büroviertel markiert der von Christoph Mäckler entworfene Tower 185 - jüngster Wolkenkratzer der Bankenstadt und Sitz der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers. Jetzt folgt eine internationale Wirtschaftskanzlei - damit seien gut 80 Prozent vermietet. Nicht weit von dem Hochhaus entfernt sollen irgendwann noch ein Hotel- und ein Büroturm entstehen.

Den Anfang machte die Messegesellschaft schon zur Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 2001 mit der Halle 3 - ihrer zweitgrößten Ausstellungshalle überhaupt. Das 270 Meter hohe Bauwerk des britischen Architekten Nicholas Grimshaw entstand innerhalb von 17 Monaten. Insgesamt sei das Messegelände auf dem ehemaligen Areal des Güterbahnhofs um etwa 8 auf insgesamt 58 Hektar gewachsen, sagt ein Unternehmenssprecher. Das erste Gebäude, das außerhalb des Messegeländes im eigentlichen rund 90 Hektar großen Europaviertel fertig wurde, war das Mövenpick-Hotel vor gut sieben Jahren, wie Gellert sagt. Seither wird auf Hochtouren weiter entwickelt, verkauft und gebaut. In einer Reihe von Wohnungen sowie einigen Geschäften und Hotels herrscht längst normales Leben.

Rund 3800 Wohnungen sollen es insgesamt werden

„Das Rad des Stadtteils ist angedreht“, sagt Wilhelm Brandt von CA Immo, die knapp ein Drittel des Viertels im Osten entwickeln. „Die ersten Miet- und Eigentumswohnungen haben das Ganze ins Laufen gebracht, weil mit ihnen die Menschen kamen.“ Rund 3800 Wohnungen sollen es insgesamt werden, sagt Gellert. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine neue Eigentumswohnung liege wie im übrigen Stadtgebiet bei mehr als 3300 Euro (Stand 2011). Ein Quadratmeter Baufläche für Mehrfamilienhäuser koste um die 800 Euro. Eine Schule und mehrere Kitas sind geplant.

Der Europapark stellt einen grünen Boulevard mit Ausgleichsflächen für die geschützten Zaun-Eidechsen dar. Gut 17 Hektar Grünfläche gehören ebenfalls zum neuen Stadtteil, der einst eine komplett versiegelte Fläche war.

Im Westen bereits alles verkauft

„Den Schlusspunkt wird wohl die Eröffnung der Stadtbahn setzen“, sagt Elmar Schütz von aurelis, das etwa zwei Drittel des Europaviertels im Westen entwickelt. Bis auf drei Hochhäuserstandorte sei im Westen bereits alles verkauft. Bis 2018/19 sollen die drei oberirdischen Haltestellen der U-Bahn-Linie 5 fertig sein, heißt es im Verkehrsdezernat. Die entsprechenden Anträge bei Bund und Land seien kürzlich eingereicht worden, sie sollen rund drei Viertel der Kosten von nahezu 200 Millionen Euro übernehmen. Als Beginn der Bauarbeiten ist noch Ende 2013 vorgesehen.

Im „Skyline Plaza“ sind rund 80 Prozent der etwa 180 Geschäfte und zahlreichen gastronomischen Betriebe bereits vermietet, heißt es bei ECE Projektmanagement. Die Eröffnung ist für Sommer 2014 geplant. Auf dem öffentlichen Dachgarten soll auch ein Restaurant mit Terrasse Platz finden. Neben weiteren Restaurants ist eine Art Marktplatz mit 18 kleineren gastronomischen Betrieben vorgesehen. Die Tiefgarage kann auch von den Tagungsbesuchern des benachbarten neuen Kongresszentrums „Kap Europa“ - der Name passt zur Fassade - genutzt werden. dpa

Quelle: op-online.de

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