Grüne in Frankfurt benennen Rosemarie Heilig als OB-Kandidatin

Ziel ist die Stichwahl

Die 55-jährige Biologin und Managerin Rosemarie Heilig soll für die Frankfurter Grünen ins Rennen um das Oberbürgermeisteramt gehen. Foto: dpa

Frankfurt - Mit Stimmen kennt sich Rosemarie Heilig aus. Schließlich singt die 55-jährige Biologin seit über 30 Jahren eine der Sopranstimmen im Frankfurter Chor „Randale Vocale“. Von Christian Riethmüller

Für die Aufgabe, der sie sich nun stellen will, ist aber nicht nur ein Gespür für den richtigen Ton, sondern im übertragenen Sinn auch Stimmgewalt gefragt, um sich Gehör zu verschaffen. Denn Rosemarie Heilig ist etwas überraschend als Kandidatin der Grünen für das Amt des Frankfurter Oberbürgermeisters auserkoren worden.

Vorausgesetzt, die Kreismitgliederversammlung der Grünen nickt am nächsten Mittwoch (16. November) diesen Vorschlag des Parteivorstands ab, wird Heilig ins Rennen um die Nachfolge von Amtsinhaberin Petra Roth (CDU) gehen und sich am 11. März 2012 zur Wahl stellen.

Bange ist der Kandidatin in spe dabei nicht. Wie sie gestern bei ihrer Vorstellung im Römer in Frankfurt sagte, ist ihr Ziel „die Stichwahl“, zu der es nach Ansicht vieler Beobachter kommen könnte (Termin wäre der 25. März).

Bis dahin wird Heilig aber erst einmal ihren Bekanntheitsgrad steigern müssen. Die gebürtige Limburgerin, die in Oberursel ihr Abitur ablegte und in Frankfurt an der Goethe-Universität studierte, ist als frühere Stadtverordnete zwar in der Frankfurter Stadtpolitik beileibe kein unbeschriebenes Blatt, wirkte aber, etwa als Referentin von Bürgermeisterin Jutta Ebeling, öfter hinter als auf der politischen Bühne.

Einen Namen als tatkräftige Managerin hat sie sich aber über Parteigrenzen hinweg bei zwei Großprojekten in Frankfurt erworben. Als Projektleiterin steuerte sie die Komplettsanierung der Abfallverbrennungsanlage in der Nordweststadt und managt nun den Neubau und energetischen Umbau des Klinikums in Höchst. Soviel Tatkraft gefällt auch ihrer Partei, die sie eigentlich am 2. Februar 2012 als Nachfolgerin von Manuela Rottmann zur neuen hauptamtlichen Umwelt- und Gesundheitsdezernentin in Frankfurt wählen lassen möchte. Dieser Ernennung steht eigentlich nichts im Weg - auch nicht eine Wahl zur Oberbürgermeisterin. „Man könnte ein Dezernat auch mit ins OB-Amt nehmen“, zeigt sich Rosemarie Heilig pragmatisch.

Quelle: op-online.de

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