Zigarren – Stoff für Legenden

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Um Zigarren ranken sich viele Legenden. Viele berühmte Männer ließen sich mit einer Zigarre im Mund fotografieren.

Es gibt wohl kaum ein Genussmittel, über das schon so viele Legenden und Geschichten erzählt wurden wie über Zigarren. Bis heute haben Zigarren nichts von ihrer Faszination verloren.

Zigarren regen die Phantasie an

Der Komponist Georges Bizet war offenbar so fasziniert von der Herstellung von Zigarren, dass er den Anfang seiner weltberühmten Oper „Carmen“ in einer Zigarrenfabrik spielen ließ. In seiner Oper arbeiten nur die schönsten Frauen in der Fabrik. Vielleicht stammt aus dieser Zeit auch das Gerücht, dass gute Zigarren bei der Herstellung auf den Schenkeln einer schönen Frau gerollt werden müssen. Die Vorstellung gehört allerdings ins Reich der Legenden und wird in der Realität nicht praktiziert.

Echte Kenner sind sich aber einig, dass gute Zigarren von Hand gerollt werden müssen. Dafür sind hauptsächlich Männer – sogenannte Trocedore – zuständig, die die Zigarren auf großen Tischen rollen. Hochwertige, handgerollte Zigarren bekommt man beim Fachhändler vor Ort oder im Internet, zum Beispiel bei noblego.de.

Zigarren in der Kultur

In der Kulturgeschichte spielten Zigarren immer wieder eine Rolle. Eines der berühmtesten Fotos von Alfred Hitchcock zeigt den Regisseur mit einer gewaltigen Zigarre im Mund, auf der ein Vogel landet. Der Deutsche Regisseur Roland Emmerich lässt am Ende seines Films „Independence Day“ die beiden Helden eine Zigarre namens „Fat Lady“ rauchen – als Belohnung dafür, dass sie die Welt gerettet haben. Und sogar Götter werden bemüht, um Zigarren als etwas ganz Besonderes darzustellen. Die Legende besagt, dass die Bewohner des Olymps außerordentlich begeistert vom Rauchgenuss waren. Der Überlieferung nach entstanden dadurch die Gewitter: Wenn es irgendwo auf der Welt blitzt und donnert, schlägt einer der Götter Funken, um sich eine Zigarre anzuzünden.

Zigarren sind Männersache

Unzählige Fotos belegen: Zigarren sind hauptsächlich ein Genussmittel für Männer. Die Bilder von Winston Churchill, Udo Lindenberg, Rudi Assauer oder Ernesto Che Guevara mit Zigarre sind weltberühmt. Der Schriftsteller Mark Twain soll gesagt haben: „Falls ich im Himmel keine Zigarren rauchen kann, gehe ich dort nicht hin.“ US-Präsident John F. Kennedy fand sogar einen Weg, trotz politischer Querelen der USA mit Kuba immer Zigarren aus dem Inselstaat zu bekommen – sie gelten als die besten der Welt.

Zigarre rauchende Frauen hingegen gab und gibt es nur wenige. Die bekannteste ist die russische Zarin Katharina die Große, die in aller Öffentlichkeit rauchte. Auch der französischen Schriftstellerin George Sand wird der Genuss von Zigarren nachgesagt. Gleichzeitig haben beide Frauen auf ihre Art Emanzipation gelebt, als die Welt noch weitgehend von Männern dominiert war.

Quelle: op-online.de

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