Zu Hause alt werden – zum Beispiel mit Pflege aus Polen

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Pflege aus Polen ist die bezahlbare Alternative zur Pflege durch eine deutsche Altenpflegerin.

Nur nicht ins Heim: Alte Menschen wünschen sich, so lange wie möglich zu Hause zu wohnen. Doch nicht jede Familie kann eine deutsche Pflegekraft bezahlen, die sich Tag und Nacht kümmert. Es gibt Alternativen, die Sie kennen sollten – zum Beispiel Pflege aus Polen.

Ein Schlaganfall und nichts ist mehr wie es war. Ihr Vater braucht Betreuung und Sie wissen: Er will nicht ins Heim umziehen, sondern so lange wie möglich zu Hause leben. Anfangs kümmern Sie sich um den Haushalt, spannen Ihre Familie ein, bestellen Essen auf Rädern oder lassen zwischendurch einen ambulanten Pflegedienst kommen.

Doch sobald Ihr Angehöriger mehr Betreuung braucht, stoßen Sie an Ihre Grenzen. Das verübelt Ihnen niemand. Wenn Sie die 24-Stunden-Hilfe einer deutschen Pflegekraft nicht bezahlen können – sie kostet laut Stiftung Warentest monatlich bis zu 10.000 Euro –, denken Sie über diese drei Alternativen nach: vermittelte Pflege aus Polen, die Festanstellung einer Pflegekraft oder die Beauftragung eines selbstständigen Betreuers.

1. Agenturen vermitteln Pflege aus Polen

Deutsche Agenturen helfen Ihnen, eine Pflegekraft aus Polen oder einem anderen osteuropäischen Land der Europäischen Union (EU) zu finden. Die Agenturen arbeiten mit Entsendefirmen in Polen zusammen, die deutsch sprechende Hilfskräfte beschäftigen und zu Ihnen schicken. Steuern und Versicherungen zahlen die Pfleger in ihrem Heimatland. Die Kosten für Sie liegen monatlich bei ungefähr 1.500 bis 2.500 Euro bei freier Kost und Logis.

Die Entsendung nach Deutschland macht die Dienstleistungsfreiheit möglich, die in der EU gilt. Nach diesem Recht dürfen Firmen und Selbstständige aus EU-Mitgliedstaaten in allen Ländern der EU ihre Dienstleistungen anbieten.

2. Pflegekraft anstellen

Eine Alternative zur vermittelten Pflege aus Polen: Sie setzen einen Vertrag auf und stellen die Pflegekraft an. Dann sind Sie jedoch nicht mehr Kunde, sondern Chef. „Momentan handhaben das in Deutschland etwa 12.000 Familien so“, zitiert der Berliner „Tagesspiegel“ die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit, die eine solche Betreuung vermittelt.

Als Arbeitgeber zahlen Sie dem Pfleger den Mindestlohn plus Sozialversicherungen, geben ihm Urlaub und suchen eine Urlaubsvertretung. Wenn der Pfleger krank ist, bezahlen Sie ihn weiter. Einen Vorteil gegenüber der vermittelten Pflege aus Polen gibt es: Die Pflegekraft kann länger als 24 Monate bleiben.

3. Selbstständige beauftragen

Als dritte Alternative zum Heimplatz können Sie für Ihren Vater jemanden suchen, der sich mit der Pflege kranker Menschen selbstständig gemacht hat.

Voraussetzung ist, dass der selbstständig arbeitende Betreuer nicht nur für Sie und Ihren Vater tätig ist, sondern mindestens auch in einem zweiten Haushalt hilft. Sonst ist es eine Scheinselbstständigkeit. Anders als bei der vermittelten Pflege aus Polen müssen Sie selber im Internet recherchieren, statt Vorschläge einer Agentur zu sichten.

Quelle: op-online.de

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