Nur zwei Liter Novemberregen

Offenbach - Zwei Liter Regen pro Quadratmeter hat der November in Hessen gebracht. Das ist nach einer Monats-Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) noch weniger als der bundesdeutsche Durchschnitt von drei Litern.

Auch in Hessen wurde der bisherige November-Trockenheitsrekord übertroffen - er lag bei 6,5 Litern im Jahr 1953. Normal sind 71 Liter pro Quadratmeter. Bundesweit sei der November sogar der trockenste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen vor 130 Jahren. Typisch war in diesem Jahr nur der Nebel, der sich tagelang im Flachland hielt, vor allem entlang der Flüsse. Starke Hochdruckgebiete sorgten wochenlang für eine sogenannte Inversionswetterlage mit feuchter Kälte am Boden und Sonnenschein auf den Bergen. Rund 90 Stunden Sonnenschein gab es im Schnitt, üblich sind im November 43 Stunden. Neuer Rekord sei das aber nicht, sagte DWD-Sprecher Gerhard Lux. Im November 1985 habe es in Hessen 94 Stunden Novembersonne gegeben.

In der windarmen Luft wurden die Schadstoffe wie unter einer Glocke am Boden gehalten, die Feinstaubwerte schossen in die Höhe. In Frankfurt und Darmstadt wurde der Grenzwert in diesem Jahr bereits an 42 und 40 Tagen überschritten, in Gießen an 35 Tagen. Nach einer EU-Richtlinie sind 35 Überschreitungstage im Jahr erlaubt.

Wegen des ausbleibenden Regens haben viele Flüsse extremes Niedrigwasser, so dass Binnenschiffe nicht mit voller Ladung fahren können. Auch die Grundwasserspiegel sinken, aber noch nicht dramatisch, sagte Wolf-Peter von Pape vom Landesamt für Umwelt und Geologie.

dpa

Quelle: op-online.de

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