Prozess um millionenschwere Drogengeschäfte

Kassel - Zwei Männer stehen vor Gericht: Sie sollen Drogen im Wert von etwa 2,8 Millionen Euro aus dem Ausland nach Hessen gebracht und verkauft haben sollen. Insgesamt geht es um 732 Kilogramm Marihuana.

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat in Kassel ein Prozess um millionenschwere Drogengeschäfte begonnen. Zwei Männer müssen sich seit Donnerstag vor dem Landgericht verantworten, weil sie Drogen im Verkaufswert von rund 2,8 Millionen Euro aus Belgien und den Niederlanden nach Kassel und Berlin gebracht haben sollen.

Ihnen wirft die Staatsanwaltschaft bandenmäßige Einfuhr und Handel mit Betäubungsmitteln vor: Insgesamt geht es um 732 Kilogramm Marihuana. Der Staatsanwalt zählte zu Prozessbeginn rund 50 Taten zwischen November 2009 und Dezember 2010 auf. Die beiden Angeklagten ließen über ihre Verteidiger erklären, sie seien zu Aussagen bereit. Um eine „verfahrensabkürzende“ Verständigung mit dem Gericht und der Staatswanwaltschaft zu erreichen, wurde der Prozess zwischenzeitlich unterbrochen.

Dem 46 Jahre alten, mutmaßlichen Kopf der Bande werden 32 Fälle vorgeworfen. Er soll das Rauschgift importiert oder Kuriere beauftragt haben. Der 31 Jahre alte Komplize soll die Drogengelder eingesammelt und Treffen zwischen den Händlern und Abnehmern vermittelt haben. Er muss sich wegen Beihilfe verantworten. Zu Prozessbeginn filzte fast ein Dutzend Polizisten die Prozessbesucher und durchsuchte Taschen, auch Handys mussten abgegeben werden.

dpa

Quelle: op-online.de

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