Zwischen Frankfurt und Fulda

Ausbau der A66 dauert doch länger

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Fulda - Die Fertigstellung der A66 zwischen Frankfurt und Fulda verzögert sich. Beim Spatenstich für den letzten 3,3 Kilometer langen Bauabschnitt bei Neuhof im Herbst 2005 hatte das Land Hessen den Herbst 2013 als Termin für die Freigabe genannt.

Nun geht das Verkehrsministerium von Spätsommer 2014 aus. Einen entsprechenden Bericht der „Fuldaer Zeitung“ (Dienstag) bestätigte ein Ministeriumssprecher in Wiesbaden. Hauptgrund für die Verzögerung sind Schwierigkeiten beim Bau des 1,61 Kilometer langen Tunnels: Der Tunnelbau unter Wasser, bei dem auch Taucher im Einsatz waren, sei komplizierter gewesen als erwartet. 710 Meter Tunnel verlaufen unter der Grundwasserlinie. Auch durch den langen Winter habe es zuletzt Verzögerungen gegeben. Während der Bauarbeiten hätten sich die Sicherheitsstandards deutlich erhöht. Deshalb seien auch die Baukosten gestiegen: von 2006 bis heute von 100 auf 117,6 Millionen Euro.

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Sicherheit wird in dem Tunnel groß geschrieben. Der Verkehr läuft in zwei voneinander getrennten Röhren. Über 14 Stahltüren ist die Flucht in die andere Röhre möglich. Pro Röhre gibt es zwei Nothaltebuchten. Im Tunnel gilt Höchsttempo 80. Der Verkehr wird mit 100 Videokameras überwacht, deren Bilder rund um die Uhr in eine Tunnelzentrale in Eschwege übertragen werden. Von dort aus können die Autofahrer im Tunnel über 75 Lautsprecher, aber auch über spezielle UKW-Sender im Radio, angesprochen werden.

dpa

Quelle: op-online.de

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