Deutsche lieben ihr Auto

Weniger Auto-Neuzulassungen in der Corona-Krise – trotzdem sind die Straßen voll

Verkehr auf der Stadtautobahn
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Gerade in Zeiten der Corona-Krise wissen die Deutschen ihr Auto mehr zu schätzen.

Die Corona-Pandemie hält uns weiter auf Trab und sorgt in deutschen Städten für mehr Verkehr. Aber auch für weniger Neuwagenkäufe, die trotz Mehrwertsteuersenkung ausbleiben.

Es ist voll auf den Straßen der Nation. Und das, obwohl krisenbedingt viele im Homeoffice arbeiten. Es ist anzunehmen, dass sich die meisten Deutschen im eigenen Auto sicherer fühlen und daher auf die öffentlichen Verkehrsmittel* verzichten. Eine Pressemitteilung des Kraftfahrt-Bundesamtes gibt Aufschluss über die Neuwagenanmeldungen im November 2020. Das Corona-Jahr schließen die Autokonzerne mit Gewinnern, aber auch Verlierern ab.

Trotz zögernder Neuwagenanmeldungen: Mehr Autos auf deutschen Straßen in Corona-Zeiten

Das Kraftfahrt-Bundesamt berichtete in seiner Pressemitteilung, dass „in Deutschland 290.150 Neuwagen zum Straßenverkehr zugelassen“ wurden. Damit liegen wir etwa -3,0 Prozent unter dem Vorjahreswert im Vergleichsmonat. Durch die Corona-Krise ist trotz Mehrwertsteuersenkungen das Geld knapp. Nicht verwunderlich also, dass viele der alten Rostlaube nochmal eine Chance geben. Dem Duisburger CAR-Institut zufolge, haben die deutschen Autos ein „Durchschnittsalter von 9,6 Jahren“.

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Doch obwohl weniger Neuwagen verkauft werden, sind mehr Autos auf den Straßen. Wie kommt das? Gründe dafür können nur spekuliert werden. Das CAR-Institut geht davon aus, dass es an neuen Angeboten, wie dem Auto-Abo liegen könnte. Vor allem Großstädter nehmen diese Möglichkeit gerne an. Das Fahrzeug steht einem für 24 Stunden zur Verfügung, ohne das man der Eigentümer sein muss. Lediglich eine Pauschale muss gezahlt werden. Möglicherweise wissen viele ihr Auto in Zeiten wie diesen mehr zu schätzen.

Autofahrer-Nation Deutschland: Es gibt dennoch einen klaren Sieger

Obwohl viele ihre alten Autos weiterhin nutzen, verzeichnete das Kraftfahrt-Bundesamt zumindest bei Neuzulassungen von Elektroautos und Co. eine signifikante Steigerung. Die Fahrzeuge mit umweltbewussteren Antriebsarten legten um etwa +523 Prozent zu. Hybridfahrzeuge erlebten einen Anstieg von knapp +180 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat. Und auch Flüssig- und Erdgasfahrzeuge konnten hoch Punkten, sie erreichten einen gemeinsamen Aufstieg von rund +52 Prozent.

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Auch wenn Benziner im November 2020 ein Plus von etwa 40 verzeichnen konnten, ging ihr Anteil dennoch um -32 Prozent zurück. Diesel-Motoren müssen sich ebenfalls einem Minus von -25 Prozent geschlagen geben und kommen lediglich auf einen Anstieg von rund +24 Prozent. Obgleich die Neuzulassungen gesunken sind, die Straßen bleiben voll und werden es vermutlich auch im kommenden Jahr bleiben. (swa) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks.

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