Polizei warnt vor Betrugsmasche

Facebook-Abzocke: Falsche Freunde wollen ans Geld

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Heppenheim - Mit einer neuen Methode versuchen Betrüger illegal an Geld zu kommen. Sie nutzen die Gutgläubigkeit von Facebook-Nutzern aus.

Betrüger haben einen neuen Weg gefunden, um illegal an Geld zu kommen: Sie nutzen falsche Facebook-Accounts, um die Nutzer des Sozialen Netzwerks hinters Licht zu führen. Bereits 20 Fälle haben die Betrugskommissariate in Südhessen in diesem Jahr gezählt, in dieser Woche wurden vier Fälle zur Anzeige gebracht. Hauptsächlich sind Jugendliche davon betroffen. 

So funktioniert die Abzocke: Die Kriminellen hacken sich entweder in das Facebook-Profil des eigentlichen Nutzers ein oder erstellen eine Kopie des Profils, um an die Namen der Facebook-„Freunde“ zu gelangen. Dann werden die „Freunde“ aus den Kontaktlisten aufgefordert, dem unbekannten Hacker die persönlichen Handynummern zu senden. Kurze Texte, wie beispielsweise „Gib mal deine Nummer“, reichen oft aus, um an die Daten zu gelangen. Erst viel später merken die Opfer, dass sie mit einem Betrüger gechattet haben. Mit der erhaltenen Handynummer der Opfer, wird die Nummer als Bezahlmethode bei Facebook oder PayPal eingesetzt. Das Opfer bekommt schließlich eine sogenannte „Zong-SMS“ mit einem vier- bis fünfstelligem Code. Wird auf diese „Zong-SMS“ reagiert, indem via Facebook der Code zurück an den „Freund“ geschickt wird, werden die entstandenen Kosten mit Erhalt der nächsten Telefonrechnung abgebucht. Schnell kommen so einige Hundert Euro zusammen.

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So kann man sich schützen: Taucht eine solche Meldung via Facebook auf, rät die Polizei dazu, den „Freund“ persönlich zu kontaktieren und ihn zu warnen, dass sein Account vermutlich manipuliert wurde. Außerdem ist es wichtig, nicht auf die „Zong-SMS“ zu reagieren. Falls die Betrüger schon zugeschlagen haben, sollte der Weg direkt zur Polizei führen.

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dani

Quelle: op-online.de

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