Doktorspiele bei Kindern: Kein sexuelles Interesse

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Beim Doktorspiel verarzten Kinder oft nicht nur den Teddy, sondern erkunden gern die Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Mädchen sehen unten rum anders aus als Jungen. Diesen Unterschied zu entdecken und beim Doktorspiel zu ergründen, ist für nahezu jedes Kind eine aufregende Sache. Eltern können dagegen ganz entspannt sein: An Sex denken die Kleinen dabei noch nicht.

Fürth - Sich gegenseitig ausziehen und untersuchen: So was machen fast alle Kinder irgendwann. Wie gelassen Eltern damit umgehen, hängt oft mit ihrer eigenen Erziehung und ihrem Sexualverständnis zusammen.

Wichtig ist, den Kindern die Botschaft zu vermitteln: "Anfassen und angucken ist okay, aber dir muss es dabei gut gehen." Darauf weist Ulric Ritzer-Sachs von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung hin. Hinter Doktorspielen steckt im Kindergarten- oder Grundschulalter noch reine Faszination für die Körperteile - und kein sexuelles Interesse.

Doch wie reagieren Eltern am besten, wenn sie ins Kinderzimmer kommen und den eigenen Nachwuchs beim Untersuchen überrumpeln? "Dann versichert man sich, dass alles okay ist und zieht sich zurück", rät Ritzer-Sachs. Merken Eltern, dass sie gar nicht damit klarkommen, können sie auch sagen: "Spielt doch vielleicht etwas anderes."

Interessieren sich Kinder gerade sehr für die Unterschiede zwischen den Geschlechtern, kann außerdem ein Buch interessant sein, das die Körperteile erklärt. Gut ist auch, wenn Eltern Sohn oder Tochter erklären: "Wenn du mit deinen Freunden Doktor spielst, könnt ihr das zu Hause machen, aber nicht in der Öffentlichkeit."

dpa

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