Von wegen Ruhestand

Immer mehr Rentner in Deutschland kämpfen mit Schulden – Umfrage zeigt Angst vor Altersarmut

Die Zahl der Rentner, die ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können, steigt weiter dramatisch an. Eine Umfrage zeigt, wer sich vor Altersarmut besonders fürchtet.

Update vom 4. März 2021: 60 Prozent der Frauen in Deutschland haben laut einer Umfrage Angst vor Altersarmut. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung des Forschungsinstituts Ipsos für die Zeitschrift Brigitte hervor. Demnach stieg der Anteil im Vergleich zu einer Vorgängerumfrage von 2017 deutlich, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Damals hatte 49 Prozent der Frauen das Thema Altersarmut stark beschäftigt.

Der Befragung zufolge rechnen laut AFP 37 Prozent der Frauen oder mehr als jede dritte Frau nur mit einer Rente bis zu tausend Euro im Monat. Unter den alleinerziehenden Frauen seien es sogar 44 Prozent. Die Quote unter Männern liege der Umfrage zufolge bei nur 21 Prozent.

Etwa die Hälfte der Frauen kann demnach den Lebensunterhalt aus dem eigenen Einkommen bestreiten, heißt es in dem Bericht zudem. Auch hier liege der Anteil bei den Männern deutlich höher. 69 Prozent oder etwa zwei Drittel von ihnen können dies, wie die Befragung weiter ergeben habe, an der im Oktober und November 2.000 Menschen zwischen 18 und 69 Jahren teilgenommen hätten.

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Immer mehr Rentner in Deutschland kämpfen mit Schulden

Artikel vom 12. November 2020: Altersarmut ist für viele Menschen in Deutschland ein Problem. Viele Rentner* haben Schulden und können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen – und die Zahl der Betroffenen ist aktuellen Zahlen zufolge weiter massiv angestiegen. So habe sich seit 2013 die Zahl der überschuldeten Verbraucher im Alter ab 70 Jahren mehr als vervierfacht – auf mittlerweile rund 470. 000 Betroffene, wie die Wirtschaftsauskunft Creditreform einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in ihrem „Schuldneratlas 2020“ berichtete.

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Immer mehr Rentner in Deutschland kämpfen mit Schulden

Allein in den vergangenen zwölf Monaten sei die Zahl der überschuldeten Senioren ab 70 Jahren der Studie zufolge um 23 Prozent. gestiegen, berichtet dpa. Parallel habe sich in der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen die Zahl der Überschuldungsfälle um 13 Prozent auf rund 725.000 erhöht.

Auch die Tafeln in Deutschland berichten dpa zufolge über eine wachsende Not bei älteren Mitbürgern. Die Anzahl der Senioren, die bei den Tafeln Lebensmittel abholten, sei „innerhalb nur eines Jahres alarmierend gestiegen“, habe der Vorsitzende der Tafel Deutschland, Jochen Brühl, erklärt. Bereits in 15 Jahren könne jede fünfte Rentnerin oder jeder fünfte Rentner von Altersarmut bedroht sein.

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Wachsende Altersarmut in Deutschland – verschiedene Gründe

Die Gründe für die wachsende Altersarmut sind nach Einschätzung der Experten vielfältig: Einerseits machen sich, wie dpa berichtet, hier nach früheren Angaben von Creditreform die Rentenreformen der vergangenen Jahrzehnte bemerkbar, die fast durchweg auf eine Kürzung des Sicherungsniveaus der gesetzlichen Rente abgezielt hätten. Außerdem wirkten sich laut dpa zudem die wachsende Zahl unsteter Erwerbsbiografien und das Anwachsen des Niedriglohnsektors aus. Auch der zum Teil dramatische Anstieg der Mieten spiele eine Rolle, heißt es weiter in dem Bericht.

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Problem mit Schulden: Ältere Menschen haben es besonders schwer

Altersarmut sei besonders schwerwiegend, betonten die Experten von Creditreform laut dpa. Während jüngere Menschen Armut häufig als vorübergehende Lebensphase begriffen und über ein Perspektive verfügten, sich aus ihrer schwierigen Situation herauszuarbeiten, sei das bei älteren Menschen in der Regel nicht mehr der Fall. Mit dem Eintritt in den Ruhestand sinke die Chance älterer Menschen drastisch, ihre ökonomische Lage zu verbessern. Verschärft werde das Problem dadurch, dass die Betroffenen oft ihnen zustehende Sozialleistungen nicht in Anspruch nähmen. (ahu)* Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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Hilfe bei der Steuer

Steuerpflichtig? Eine passende Steuersoftware (werblicher Link), bei der die einzelnen Schritte nachvollziehbar erklärt werden, kann eine gute Hilfe sein.

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Steuererklärung kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt überweisen. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück.
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig.
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten - schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person.
Kinder kosten viel Geld - doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld, sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage Kind von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben.
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